Leben in Weidelbach

 

15.04.2020 Anscheinend habe ich es übertrieben mit der Suche nach geeigneten Wegen. Seit drei Tagen machen mir meine Beine wieder Kummer, so dass ich überhaupt nicht raus gehen kann und meine alltägliche Arbeit gerade so packe. Migräne hatte ich auch 🙁 . 

Heute war der Rewe Lieferservice wieder hier und ich habe sogar Toilettenpapier und frische Hefe bekommen. Hurra! 🙂 Hab‘ bisher nur mit Trockenhefe gearbeitet und werde die Frische mal für Kartoffelwaffeln testen. Übermorgen. Und endlich wieder meine geliebten Gala-Äpfel :). 

Ich gebe ja lieber anstatt etwas anzunehmen und es fällt mir nach wie vor schwer um Hilfe zu bitten. So war ich froh um einen Anruf bei dem ich gefragt wurde, ob ich etwas brauche :). Das muss ich so langsam einmal lernen, denn es gibt hier Leute, die uns wirklich helfen und helfen wollen. Dafür bin ich sehr dankbar und es tut gut.

 

13.04.2020 Da mir aus Österreich Roggen- anstatt Weizenvollkornmehl geschickt und nach Reklamation versprochen wurde sofort das Weizenvollkornmehl  nachzusenden und bis heute nichts eingetroffen ist (nirgendwo bekommt man dieses Mehl und falls überhaupt wird es dauern bis ich es bekomme) habe ich mir überlegt ein wenig von dem Roggenvollkornmehl unter normales Weizenmehl zu mischen und mein Brot zu backen. 150 g Roggen, 350 g Weizen, Hefe und Zutaten wie gehabt. Ich habe etwas mehr Wasser hinzugefügt als gewohnt, mir schien der Teig etwas zu fest. Die übliche Backzeit, Backtemperatur und es hat gut funktioniert. Das Brot schmeckt uns sehr gut so wie alle anderen Brote auch die ich backe ( außer ich vergesse das Salz 🙂 ).

 

11.04.2020 Schwiegersohn unserer Nachbarin hat mir zwei Tomatenpflänzchen mitgebracht. Finde ich super wie uns geholfen wird. 

Morgen ist Ostern. Für uns ein Tag wie jeder andere.  Das trostloseste Ostern seit wir denken können. Ich weiß, wir dürfen nicht jammern, uns geht es gut. Wir haben Essen und beide Tiefkühlschränke sind voll. Wir gehen mit den Hunden raus. Das Wetter ist schön. 

Außer dem Fahrradweg habe ich bisher noch keinen fahrbaren Weg gefunden der für meinen Rollator geeignet ist. Auch der heute nicht. Steine, Äste, Schotter. 

Brot gebacken mit Salz 🙂 . Schmeckt lecker. 

Ich vermisse unsere Kinder 🙁 🙁 🙁 .

10.04.2020 Seit circa vier Wochen in häuslicher Quarantäne. Hans macht sich Gedanken um die Wirtschaft, wie es weiter geht, um die Finanzen usw., ich um unsere Gesundheit. An alles weitere möchte ich überhaupt nicht denken. Ist auch so schlimm genug. Heute habe ich fast den ganzen Tag verschlafen, ob wohl ich mir doch so viel vorgenommen hatte.

Zur Zeit gibt es kein Vollkornmehl. Ein wenig habe ich noch und teste, wie weit ich es mit normalem Mehl strecken kann. 300g weißes Weizenmehl, 200g Vollkorn, Zutaten wie gewohnt, das passt. Es hätte auch lecker geschmeckt……hatte Kümmel und Salz vergessen, Leider war es so recht fad. Wir haben es dennoch gegessen. Keine Verschwendung vom wertvollen Mehl und Hefe.

09.04.2020 Ich will schreiben. Aber……..die letzten Tage waren anstrengend. Psychisch und körperlich. Mir fehlen die sozialen Kontakte sehr und was da draußen in der Welt geschieht ängstigt nicht nur mich. Immerhin ist das Wetter schön. Beinahe schon zu warm tagsüber. Frau schwitzt unterwegs mit Andy. Eine Runde um den Weiher und ich war erschöpft. Der Weg bis zum Wald total trocken, die Steine bremsten mich ständig aus und ließen mich stolpern. Im Wald ging es etwas besser. Heute sind wir Richtung Offdilln gefahren und haben auf der Kuppe rechts geparkt. Ein Weg Richtung Offdilln, da wollten wir nicht hin, den mittleren versucht und umgekehrt. Es ging aufwärts und wieder diese Steine. Unmöglich mit Rolli :(. Der dritte Weg, anfangs uneben wurde  besser. Wir gingen ihn bis zu einer Abzweigung und wir uns beide sicher sind, wohin er hinführt. Wir kehrten um und ich habe beschlossen, ihn morgen mit Andy zu rollen in der Hoffnung am Ende dort anzukommen, wo wir vermuten und Hans auf mich wartet. 

Gestern und heute Abend bin ich mal wieder auf Lichtfang. Habe einige Nachtfalter fotografiert. Altbekannte denke ich mir. Habe sie noch nicht runtergeladen und verglichen. 

 

03.04.2020 Heute einmal etwas erfreuliches. Mama rief mittags an:“ Gabi?“ „Ja?“ „Gabi, dau best i der Zeilong! On dein Hond.“ „Ah“, erwiderte ich. „Doa hat es joa geklappt.“ Nachmittags legte mir meine Mutter das Blatt in unseren Zeitungskasten (kein direkter Kontakt).Ich holte ihn und fand den Artikel. Habe mich sehr darüber gefreut. 

 

01.04.2020 1. April. Hans hat mich heute morgen reingelegt. Der einzige Aprilscherz. Alles andere ist bitterer Ernst. Mag schon keine Nachrichten mehr sehen. Das ist leider unmöglich. Selbst in der Werbung 🙁 . Die Kinder sehen, was die Versorgung betrifft, die Lage nicht so ernst. Wir schon. Es wird schlimmer werden. Hans hat heute für mich 25 kg weißes Mehl bestellt. Mein Weizenvollkornmehl aus Österreich ist auch unterwegs und meine Aufbackbrötchen. Ich sorge vor, egal, was andere darüber denken. Was ich habe, habe ich. Mache mich ungern abhängig von anderen. Meine Tante hat morgens angerufen, sie ist genau so ängstlich wie ich und sagt, dass es nie mehr so wird wie es einmal war. 

77.000 Infizierte, 876 Tode. Die Dunkelziffer wird viel, viel höher sein 🙁 .

150 Tode in 24 Stunden.

Die Praxis meines Hausarztes hat mich angerufen, meine Blutdrucktabletten bekomme ich nicht auf Vorrat, allerdings haben sie sich über meinen schönen Brief bedankt :). Bekomme die Überweisung für meinen Neurologen und soll mich nach Ostern noch einmal telefonisch melden wegen der Tabletten. Hab‘ mich kurz mit ihr unterhalten. Sie wären froh, wenn Viele es so machen würden anstatt in die Praxis zu kommen wegen einem Rezept. In diesen Zeiten muss Frau wirklich dankbar sein, dass alle im Gesundheitswesen ihren Job machen, in der Lebensmittelbranche usw. 

31.03.2020 Ja, ich bin ein wenig in Panik. Sehe mein Mehl schwinden und es gibt nirgendwo welches zu kaufen. Wir sind immer noch unter unserer freiwilligen Quarantäne und dort sollen wir auch bleiben sagen die Kinder. Das heißt, ich kann auch nicht zum Bäcker. Aufbackbrötchen habe ich beim Lieferservice auch nicht bekommen. Die habe ich jetzt einmal versuchsweise im Internet bestellt. Bin froh überhaupt eine Firma gefunden zu haben die liefert. Weizenvollkornmehl und Hefe bestellt seit einer Woche, noch keine Auslieferungsdaten bekommen. Bezahlt ist es. Wenn ich dann gesagt bekomme, dass es keine Engpässe gibt……gibt ja auch kein Toilettenpapier. Meine Nachbarin meinte, dass selbst im Krieg Mehl und Hefe immer zu bekommen waren. Ein Grundnahrungsmittel.  Sollte eigentlich zur Verfügung stehen, selbst in Krisenzeiten, damit man wenigstens Brot backen kann.      

 

 27.03.2020 Fast 1000 Tote an einem Tag in Italien. Immer mehr Infizierte in Deutschland. Weltweit. Fühlt sich an wie in einem Roman, den Frau liest. Leider ist es Realität. Kaum vorstellbar. 

Heute hat mich Hans hoch zum „Weilefeld“ gefahren und ich bin mit Andy so gerollt wie am Sonntag. Allerdings weiter, so dass ich an der Buche wieder auf Hans traf, der dort auf mich wartete. Er war inzwischen den geraden, asphaltierten Weg, dort wo Dieter sein Holz lagert, mit Murphy gegangen. 

Mein Weg war schlecht. Schotter, holprig, Steine, Stöcke. Kaum zu bewältigen. Ich brauche unbedingt einen Rollator mit breiteren Reifen der die Unebenheiten besser abfängt. 

Gedächtnisstütze: Damoklesschwert – einer ständigen Gefahr/Bedrohung ausgesetzt sein; Metapher der bestehenden Gefahr in einer scheinbar komfortablen Situation.

 

26.03.2020 Facebook nutze ich um Kontakt mit den Kindern zu haben oder auch nur um zu sehen, dass sie online sind/waren. Beruhigt mich. Ist es das Los aller Mütter sich um den Nachwuchs zu sorgen egal wie alt er ist? Hans ist da viel entspannter. Die Insektenfreundegruppe zur Bestimmung meiner gefundenen Krabbel/Flugtierchen :). Ich staune immer über das Wissen und die Hilfsbereitschaft der Mitglieder. Habe so viele schöne Fotos vom letzten Jahr. Ob ich sie jemals auf diese Seite bringe? Bald geht es wieder los. Fliegen und Spinnen sind schon munter. Heute sah ich zwei Hummelköniginnen, die sich an den Taubnessel (extra für sie gepflanzt) labten. Nun bin ich ganz vom eigentlichen Thema weg  :). Facebook. Da es ja vorerst nichts mit Kinderbesuch wird und ich gefühlte Ewigkeiten nichts von ihnen gehört habe fragte ich heute dort in unserem Familienchat nach. Es geht ihnen allen so weit gut. Sei meiden auch Kontakte so weit als möglich. 

Heute Mittag mit Andy den Fahrradweg lang. Ein hin und her nach links und rechts, schnüffeln, sabbern, ziehen. Frühlingszeit-läufige Hündinnen-Zeit. Auf dem Rückweg wurde es besser. „Nur“ zwei Fahrradfahrerinnen begegnet. Andy kurz gehalten. Funktionierte. Wir warteten auf ein Päckchen so gingen wir heute getrennt. Als Hans mit Murphy zurück kam meinte er, halb Weidelbach sei unterwegs gewesen. Ich musste lachen und meinte: Sie werden wissen, dass Gabi zwischen 13.00 Uhr und 14.00 Uhr mit Andy und Rolli unterwegs ist und sie mir nicht vertrauen, diesen Riesen kontrollieren zu können. Da bleiben sie lieber weg bis die „Luft wieder rein ist“ 😀 .

Mein Päckchen kam. Später. Seit mir Töchterlein zu Weihnachten Badezusätze von Dresdner Essenz schenkte habe ich mir immer schon beim Rossmann nachgekauft. Das geht jetzt nicht. So bin ich auf ihre Homepage und war sehr angetan, dass sie auch online verkaufen. Und wie viele verschiedene Düfte, ich war hin und weg. Zwanzig Tütchen habe ich bestellt. Zwanzig mal entspanntes Baden. Obwohl ich eher die Duscherin bin genieße ich zur Zeit das Baden. Duft, Tee, ein Buch und Gabi entspannt im warmen Wasser. 

 

 

25.03.2020 Durch die Struth gerollt. Mit einem zur Zeit hormongesteuerten 80kg schwerem IW. Hans setzt mich in der Harth ab und ich gehe den Rundweg bis zum Weiher. Dort geht Hans zwischenzeitlich einen kürzeren Weg mit Murphy. Das Geknurre und Imponiergehabe fängt bei Andy an, kaum aus dem Auto, und setzt sich mit Geziehe und Gezerre kontinuierlich fort. Mein „langsam“ wird ignoriert. Das heisst, jedesmal, wenn sich die Leine spannt und er anfängt zu ziehen muss er stehenbleiben und einige Meter zurück gehen. Auf dem Fahrradweg funktioniert es, bei all den neuen Gerüchen kaum. Wurde es am Sonntag noch besser als wir beim Bach ankamen verhielt er sich heute so lange bis wir wieder bei Hans und Murphy am Weiher waren. Von „Spazieren gehen“ keine Rede. Einfach nur anstrengend. Aber……wie am Sonntag, hat es mir dennoch Spaß gemacht. 

 

22.03.2020 Was für eine Situation. Mama hat uns Sahne besorgt. Wir hatten Waffeln und Kuchen für sie. Ausgetauscht wurde auf ihrer Bank vor dem Haus. Kein Kontakt. Wir telefonieren. Ich habe Angst. 

Heute mal einen anderen Weg gelaufen. Zusammen mit Hans. Hat Spaß gemacht und mir gut getan.

Hans fotografiert wieder den Sternenhimmel. Die Bedingungen sind sehr gut. 

 

19.03.2020 Kaum wieder etwas aktiver bei facebook und schon bin ich wieder stinkesauer. Da wir aber unsere sozialen Kontakte meiden und uns einigeln wird es manchmal langweilig, zumal ich auf Bücher warte damit ich wieder etwas zum Lesen habe. Überlege, ob ich Sockenwolle bestelle und stricke. Die Coronapandemie wird, so lange so viele Menschen unvernünftig sind und alles auf die leichte Schulter nehmen, andauern. Über Wochen und Monate 🙁 . So die Vorhersage. Shit. 

Heute habe ich ein wenig im Garten gegraben und aufgeräumt. Das hat mir Spaß gemacht. Ein wenig. „There’s a shadow hanging over me………….“. 

Zwei so genannte FreundeInnen und eine Gruppe bei facebook entfernt. Haben mir nicht gut getan. Brauche ich nicht. 

 

17.03.2020 PUH. Geschafft. ALLES GUT!!!! Hans hatte heute seinen Untersuchungstermin in Bad Nauheim. Unter Menschen, Arzt, zum Röntgen ins Krankenhaus mit dem Wissen, dass der Virus für Hans extrem gefährlich werden kann. Von unserem Ältesten hatten wir Schutzmasken bekommen und sie auch vor der Praxis schon angezogen. Wir waren die Einzigen, die eine trugen. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Vorsicht ist in diesen Tagen angesagt. Bin auch nicht mit in die Praxis. Habe mich im Flur auf die Treppe gesetzt, in mein mitgebrachten Buch gelesen und gewartet. Nach der ersten Untersuchung ging es rüber ins Krankenhaus zum Röntgen. Dort durfte ich zwar in der Eingangshalle warten, aber nicht mit zu den Röntgenräumen. fand ich gut. Wir behielten unsere Masken auf. Allerdings fiel mir auf, dass das Personal keinen Mundschutz trug. Zurück zur Arztpraxis die gute Nachricht, dass bei Hans alles in Ordnung ist. 

15.02.2020 Wenn ich so nachdenke über die Situation wie sie im Moment das Leben bestimmt wegen dieses Corona Virus kommt es mir so unwirklich vor. Genau kann ich es nicht erklären, wie es mich fühlen lässt. Was ich trotz der prekären Lage toll finde ist die Hilfsbereitschaft von der wir selbst erfahren und auch von lesen. Allerdings gibt es auch Menschen, denen alles egal ist. Selbst in meiner hiesigen Familie. da geht es wie mir scheint nur um „ICH“. Hauptsache ICH kann meinen Dingen nachgehen egal, ob ich dadurch andere in Gefahr bringe sich anzustecken. Über so viel Egoismus kann ich nur den Kopf schütteln 🙁 . Wir haben uns eingeigelt und gehen nur noch mit den Hunden vor die Tür. Heute Mittag bin ich durch die Struth. Andy war total aufgeregt und hat sich kaum bändigen lassen. Ständig hat er gezogen, gesabbert und geknurrt. Zu viele neue Gerüche. Zwei Hunde in etwas größerem Abstand vor uns. Es war mühsam, anstrengend. der Weg holprig, steinig und im Wald matschig. Es hat mich ganz schön Kraft gekostet bis ich am Weiher war wo Hans auf mich wartete. Er war inzwischen eine kleine Runde mit Murphy gelaufen. Trotz aller Mühe bin ich stolz es geschafft zu haben. Den Kindern habe ich davon erzählt und auch geschrieben, dass es eher mein Ding ist. Nicht die geteerten Straßen zu gehen sondern durch die Felder und den Wald. Das gibt mir viel und macht mehr Spaß. Ich sah die ersten Zitronenfalter und im Garten einen Minzekäfer. 

 

14.02.2020 Vorgestern ein langes Gespräch mit Sohnemann Eins, gestern ein langes Telefongespräch mit Sohnemann Zwei und Tippen mit Töchterchen. Sie sorgen sich sehr um uns. Haben einen Anfrage bei rewe geschaltet bezüglich Lieferservice. Wollen nicht, dass wir zum Einkaufen gehen. Hoffe, rewe nimmt uns noch an. Wenn nicht, werden die Kinder für uns Großeinkauf machen und, ohne in Kontakt mit uns, beim Haus abstellen. Noch haben wir reichlich Lebensmittel, aber das Ein- Andere wird uns ausgehen. Im Dorf werden Veranstaltungen abgesagt, bzw. verschoben. 

13.03.2020 Eigentlich wollte ich heute Abend zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins. Habe es gelassen. Bin vorsichtig geworden. Werde solche Veranstaltungen vorerst meiden.

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Yesterday……lese ein Buch mit gleichnamigem Titel. Und im Roman geht es unterschwellig auch um die Beatles. Ich erinnerte mich an meine Beatles Zeit und an den Text dieses Liedes. An eine Zeit, die, trotz Problematik, eine wunderschöne war. Manchmal sehne ich mich zurück, zumal ich ja immer noch ständig mit meiner Kinder- und Jugendzeit konfrontiert werde. Im Alter wird Frau manchmal sehr nachdenklich:

„Gestern schienen all meine Probleme so weit weg zu sein.
Jetzt sieht es so aus, als ob sie niemals verschwinden würden.
Oh, ich glaube an Gestern.

Plötzlich bin ich nicht mal mehr zur Hälfte der(die),der(die) ich früher war
Eine dunkle Wolke hängt über mir (uns)…………..

 

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Heute war Andy flott unterwegs und es gab einiges Interessante zu beschnüffeln. Das gibt mir immer eine kurze Pause, da es schon ohne Rolli kein wirkliches spazieren gehen mit ihm war sondern eher „Arbeit“. Noch in Frankfurt sagte mir einmal meine Hausärztin, dass sie immer denkt, wenn sie mich sieht: “ Diese kleine Frau mit den drei riesigen Hunden“ . 

 

12.03.2020 Gestern Mittag noch triefend nass geworden lag heute ein Hauch von Frühling in der Luft. 

So langsam mache auch ich mir Gedanken um diesen Corona Virus. Vor allem ist Hans ein Risikopatient, sollte er krank werden. Und dann hat er seinen nächsten Untersuchungstermin am Dienstag und wir müssen nach Bad Nauheim ins Krankenhaus. Macht mir zusätzlich Angst 🙁 .

10.03.2020 Am Samstag, den 7. März, haben wir Hans und meinen Geburtstag zusammen gefeiert. Zum Kaffee/Tee trinken und Kuchen essen mit den Kindern, meiner Mama und Rita. Da Rita meine Kinder nur von Bildern her kannte war es eine günstige Gelegenheit ihr sie, oder sie ihr, vorzustellen. Wir verdrückten uns zum Rauchen und haben festgestellt, dass wir Beide sehr stolz auf unseren Nachwuchs sind. Ruck zuck ging die Zeit vorbei und wir fuhren zum Chinesen nach Haiger wo ich einen Tisch für uns bestellt hatte. Wir waren schon öfters dort und wussten, was uns erwartet. Unsere Kinder nebst Mama waren begeistert und wir haben das Büffet reichlich ausgekostet. Hatten unseren Spaß und viel gelacht. Abends haben wir noch Karten gespielt, am nächsten Morgen reichlich gefrühstückt. Anschließend haben sich die Kinder verabschiedet und sind nach Hause gefahren. Es war soooooooooooooooooooooooo schön 🙂 . 

 

02.03.2020 Keine Nachricht bei faceboos. Kein Anruf. Zur Gassi geh‘ Zeit machte ich mich und Andy fertig und ging mit Rolli los Richtung Fahrradweg. So wie immer. Gerade bei unserer Nachbarin angekommen hielt ein Auto und ich hörte so etwas wie: Was für ein schönes Gespann! Beinahe dreißig Jahre mit IW’s bin ich gewohnt auf die Hunde angesprochen zu werden und so war ich nicht weiter verwundert, setze mein Lächeln auf und wollte weiter gehen. Andy zog. Warum nur? Das weiße Auto hielt ein paar Meter vor uns und ich registrierte was Andy schon längst wahrgenommen hatte. Jasmin, Efrem und Kali 🙂 . Welch‘  schöne Überraschung. Gemeinsam gingen wir los und da Andy doch sehr aufgeregt war übernahm Efrem seine Leine. Angenehm für mich. Wir ließen beide Hunde laufen und sie hatten, wie auch wir beim Zuschauen, ihren Spaß. Wir verbrachten einen schönen Nachmittag und frühen Abend zusammen und die Zeit verging viel zu schnell (ich vermute diesen Satz verwende ich immer, wenn die Kinder da sind und wieder los fahren 🙂  ).

29.02.2020 Heute waren wir zu einer Geburtstagsfeier in Frankfurt. Meiner „alten Heimat“ wie ich diesen Stadtteil nenne , in dem wir so lange gelebt, unsere Kinder großgezogen und gearbeitet haben. Natürlich, wenn auch unbewusst, werden Erinnerungen abgerufen. Ich merke das immer anschließend, nachdem es wieder nach Hause geht. Ich vermisse sie in unserem täglichen Leben sehr. Dabei darf ich mich nicht beschweren. Sie kommen ganz oft zu Besuch. 

Wir hatten schöne Stunden zusammen, viel geredet und gut gegessen :). Nächsten Samstag sind sie bei uns. Da freuen wir uns schon sehr drauf. 

Das Buch habe ich zu Ende gelesen und gleich in meine kleine Bibliothek der Bücher die ich nie hergebe eingeräumt. 

28.02.2020 Das Buch begeistert mich immer mehr. So viele Parallelen zu meinen Erinnerungen an meine Kinder- und Jugendzeit. Ein Glücksgriff diesen Roman gekauft zu haben. Habe ihn noch nicht zu Ende gelesen doch ich glaube,  sie werden wieder zurück kehren an dieses Haus am See. Wenn ich die Reaktionen auf ihre „Erinnerungen“ betrachte muss ich mich nicht wundern über meine Reaktionen auf meine „Erinnerungen“. Ich glaube, ich habe  schon erwähnt, dass ich das „Schöne“ vergessen oder verdrängt und nur noch das „Negative“ dieser Zeit gesehen habe. 

25.02.2020 Diese Einkauferei. Weiß nicht,warum mich das immer noch so nervt. Wäre Mama nicht bei uns gewesen hätte ich nach Aldi zu Hans gesagt, lass uns nach Hause fahren. Ich will nicht mehr. Überall nach Spülmaschinensalz gesucht und nichts gefunden. Der Laden so voll. Anschließend zum Herkules. Da ging es einigermaßen, Cousinchen getroffen. Bis ich nach dem Salz ausschau hielt und mir irgendwann einfiel, dass sie ja für solche Artikel einen extra laden gegenüber haben. Finde ich echt zum Kotzen. Ich hoffe morgen bei Penny, Rossmann und Tedi  werde ich fündig. Brauche noch ein paar Dekoartikel für unsere Geburtstagsfeier.

Bestelle wieder Bücher bei Weltbild. Im Moment lese ich „Drei Frauen am See“ von Dora Heldt. Bin dort angekommen, wo diese Frauen ganz intensiv an ihre Kinder- und Jugendzeit erinnert werden, die sie anscheinend total verdrängt haben. Mir ging es so ähnlich. In all den Jahren habe ich immer nur das Negative gesehen und all das Schöne vergessen um jetzt zu merken, dass ich auch vieles durch meine Flucht nach Frankfurt und nicht gerade viele Besuche in Weidelbach,  aufgegeben habe. Das wird mir ganz oft bewusst und auch mit dem Wissen, dass ich nichts mehr ändern kann, stimmt mich traurig. Es gibt den Ein- oder Anderen von dem ich überhaupt nicht dachte, dass er mir so wichtig ist, dass da ein Vertrauen oder Vertrautheit besteht die ich nie in dieser Art( außer zu Carola, die leider viel zu früh tragisch ums Leben kam) zu Menschen, die in Frankfurt mein Leben kreuzten, aufgebaut habe. Und manchmal Wünsche ich mir, dass diese „Vertrauten“ mich einfach einmal in den Arm nehmen. Gehen lassen. Fallen lassen.

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Bin  gespannt, wie dieses Buch weiter geht. 

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Heute sind Andy und ich trocken geblieben. Allerdings gibt es durch den vielen Regen kaum Duftspuren was bedeutet: Andy hat kaum etwas zu schnüffeln und läuft ohne große Unterbrechungen bis zur zweiten Bank was für mich bedeutet: Ich laufe fast die ganze Strecke zügig mit Rolli hinter Andy her. Auf dem Rückweg bog ein Auto in die Trinkebach ab und Andy tat, was er noch nie getan hatte. Er sprang knurrend auf das Auto zu und riss mir, die ich nie mit so einer Reaktion von ihm gerechnet (wenigstens nicht bei Autos) hatte, die Leine aus der Hand. Neben Jogger, Fahrradfahrer, andere Hunde muss ich jetzt auch noch nach eventuell entgegen kommenden Autos ausschau halten 🙁 . Keine Ahnung warum er jetzt so spinnt. Ob er meint auf mich aufpassen zu müssen? 

 

 

24.02.2020 Gestern um 14.00 Uhr Telefon. „Können wir vorbei kommen?“. Klar können sie. So haben wir den Nachmittag mit unserem zweitältesten Sohn nebst Freund bei Kaffee/Tee, Kuchen und guten Gesprächen verbracht. Am Abend gesellte sich Mama noch zu uns. Ich selbst war ein wenig angeschlagen, da ich mich die ganze Woche mit mehreren Migräneattacken plagen musste. Heute ging es besser und ich war mittags mit Andy bei strömendem Regen auf Achse. Außer extremer Hitze komme ich mit jeder Witterung  gut zurecht. 

Samstag fahren wir nach Frankfurt zum Geburtstag und nehmen Mama mit. Sie war ja überhaupt noch nicht bei einem unserer Kinder.  

21.02.2020 Geburtstag Hans. Heute Nacht kurz nach 24.00 Uhr bin ich hoch mit einem Teelichtchen und habe Hans ein Ständchen gebracht. Mit dem  Wissen dass die Nachbarschaft schwerhörig ist und zu dieser Zeit schläft trällerte ich laut und so gut ich konnte „Happy Birthday“ und „Hoch soll er leben!“ Morgens aßen wir Kuchen, Mittags Brötchen, Nachmittags tranken wir mit Mama Kaffee/Tee und es gab wieder Kuchen. Abends sind Hans und ich zum Chinesen und haben uns in aller Ruhe die Mägen vollgestopft mit  verschiedenen Leckereien die sie dort anbieten. Bin gespannt ob die Kinder an meinem Geburtstag den dortigen Mongolengrill testen. Ich selbst bin da vorsichtig. Bin mir nicht sicher, ob dieses Fleisch und der Fisch richtig gut durchgebraten sind. 

 

20.02.20 Heute war Ruth’s Beerdigung. Hatte mir vorgenommen, nur mit in die Kirche zu gehen. Hans fuhr mich hin und als ich eintrat wurde mir gesagt, es gäbe keinen freien Platz mehr. Dann kam aber jemand auf mich zu und begleitete mich ganz nach vorne, wo ich sitzen konnte. In meiner Kindheit, zu Weihnachten, die einzige Erinnerung jemals so viele Menschen dort gesehen zu haben. Gut. Ich war ja auch lange weg. Der Pfarrer sehr sympathisch, die Rede angenehm und tröstend. Drei von den gesungenen Liedern kannte ich und das Vaterunser ist nicht vergessen. Bevor der Gottesdienst anfing, wurde „The Rose“ von Bette Midler, eines meiner Lieblingslieder, gespielt. Ich hatte meine Stock mitgenommen und entschied mich doch noch mit auf den Friedhof zu gehen. Plötzlich stand meine Mama vor mir und wir haben uns gegenseitig gestützt. Zusammen sind wir ins DGH, wo mich Hans dann abholte.

Abends, als ich Kuchen für Hans morgigen Geburtstag am Backen war las ich unter dem Käsekuchenrezept, wie so viele, viele Male vorher , ihren Namen. Seit ich von Mama dieses Weidelbacher Rezeptbuch bekommen habe und ihren Käsekuchen für jeden Geburtstag, ob für uns, für Freunde oder Bekannte buk, er kam immer gut an. Ob in Frankfurt, Offenbach, Langen, Bad Nauheim etc.. alle waren begeistert. Im Januar bekam ich per facebook eine Anfrage nach dem Rezept mit den Worten : Der beste Käsekuchen ever!“

16.02.2020 Gestern war unser Großer mit Freundin und Hund zu Besuch. Wir hatten einen wunderschönen Nachmittag mit guten Gesprächen bei Kaffee, Tee und Kuchen. Die Zeit, wie immer, ging viel zu schnell vorbei. Wir sahen Oma mit einer ihrer Spaziergängerinnen vorbei gehen, winkten noch. Sie schien aber ihren Enkel durch das Fenster nicht erkannt zu haben (ich weiß, es müsste, wie alle anderen auch, geputzt werden. Tue ich bei dem Schmuddelwetter allerdings nicht  🙂 ) .

Gegen Abend rief sie an und teilte uns mit, dass ihre Freundin verstorben ist. 

In einem Haus große Freude. In einem anderen große Trauer.  Beide Häuser nicht weit entfernt. Schock für die Familie und Bestürzung bei den Leuten wie bei uns auch. Plötzlich, unerwartet ohne Vorzeichen. RIP 🙁 .

14.02.2020 Valentinstag. Für Hans ein Geldmachereitag, für mich ein Tag für Blumen 🙂 . Damit ich überhaupt Blümchen bekomme habe ich mir gestern selbst ein paar Röschen mitgebracht 🙂 .

Meine Raupe, von der ich nicht weiß, welch‘ ein Eulenfalter es wird, hat sich jetzt eingesponnen. Bin mal gespannt, was für ein Eulenfalter es einmal wird. Und vor allem, ob sie sich jetzt verpuppt. Die Puppe des großen Kohlweißlings, als Raupe eingesammelt, ebenfalls im Stall, hat sich schon ein wenig verändert. Habe die Entwicklung beider mit Fotos dokumentiert und werde dies auch weiterhin tun.

Hans hatte es nun auch erwischt. Vorgestern und gestern morgen war ihm schlecht und er hatte keinen Appetit. Heute geht es ihm wieder besser. Scheint doch etwas in de „Luft“ zu liegen oder wie Frau hier sagt:“ Es ess wass inner de Leu“! 🙂 

 

12.02.2020 Heute mit Andy bis zur zweiten Bank auf dem Fahrradweg. Anstrengend. Lag teilweise noch Schnee und es war schwierig mit Rolli. Die Räder rutschten ständig. Aber ich habe es geschafft, auch wenn ich auf dem Rückweg öfters mal stehen bleiben musste. Andy ist es gewohnt. Hab‘ früher unterwegs Fotos gemacht und die Hunde trainiert ruhig stehen zu bleiben. 

Kreidemarker, heute in einem Katalog entdeckt. Mit ihnen kann Frau Fenster dekorieren. Das werde ich im Frühjahr im Esszimmer ausprobieren. Freue mich darauf. 

 

♥♥♥ Wie lange bewege ich mich auf meiner Seite? Und finde erst jetzt die Option um Textfarbe zu ändern. Nun denn. Besser spät als nie.

Im Fernseher läuft gerade ein Mann durch einen Park, umarmt jeden Baum und begrüßt ihn mit einem „Guten Morgen“. Beim Schauen stellte ich mir vor,  dies einmal hier zu tun, an einem sonnigen Tag, an besten Sonntags, wo viele Leute unterwegs sind 🙂 . Hach ja……..ich merke, mir geht es wieder besser 😀 .

11.02.2020 Hui! Gerade blitz und donnert es bei heftigem Schneefall. Ich liebe solche Wetterkapriolen und es würde mir nichts ausmachen jetzt mit den Hunden unterwegs zu sein. Es reizt mich sogar. Schade, dass es die Temperaturen nicht zulassen und der Schnee liegen bleibt.

Es reizte mich so sehr, dass ich mittags alleine mit Andy und Rolli los bin. Es war anstrengend was an meinen schweren, gefütterten Gummistiefeln, heftigem Gegenwind und Ästen und Zweigen auf den Wegen lag. Dennoch habe ich es genossen und ich bin zuversichtlich, dass es im Frühjahr auf längeren Strecken auch gut gehen wird. Hans ist anschließend eine kleinere Runde mit Murphy gegangen. Murphy kann nicht mehr gut laufen und so müssen wir über kurz oder lang eine Lösung finden. Möchte Andy trainieren, dass er problemlos neben mir läuft und nicht arg zieht. Dann kann ich mit ihm los ziehen und Hans mit Murphy Kurzstrecken gehen. 

Töchterlein hatte sich mit Freund angemeldet und so verbrachten wir einige schöne Stunden zusammen. Haben heute ihren Transporter in Biedenkopf geholt den sie zum Camper umbauen wollen. 

Abends hatten wir und wie ich gerade höre, immer noch, Gewitter mit recht großen Hagelkörner. Kann mich nicht erinnern, dass wir jemals den ganzen Tag über im Winter solch‘ ein krasses Wetter hatten. Hui. Die Nase zur Haustüre raus gehalten. Blitz und Donner, heftiger Schneefall und sehr, sehr windig. Ist beinahe ein wenig gruselig 🙂 .

 

10.02.2020 Sollte die Nacht heftig stürmen mit Orkanböen auch bei uns. Es war und ist heute noch windig, aber so wie vorhergesagt ist es nicht eingetroffen. Gott sei dank. Nur wird Frau gegenüber solchen Warnungen misstrauisch, da die heutigen Medien alles so maßlos übertreiben und ich ihnen so gut wie nichts mehr glaube. Könnte fatal werden, wenn es dann, irgendwann einmal, wirklich zutrifft. 

Am Morgen haben wir einiges in Haiger erledigt. Wie zum Beispiel beim Chinesen einen Tisch für neun Personen für den 7.3. reserviert :). Aldi, Klassenkameraden getroffen und Herkules, Cousinchen getroffen, eingekauft, in einem Laden zwei Holzteller, waren auf der Bank und bei Samenschneider Pansen und Rinderohren für die Hunde geholt.

Mittags mit den Hunden draußen. Andy laufen lassen, damit die langen Beine wissen, wo für sie da sind. Bei solchen Wetterbedingungen hoffe ich, dass weder Spaziergänger noch Fahrradfahrer unterwegs sind. Andy genießt es sichtlich. Murphy lassen wir nicht mehr mit Andy toben. Er will immer, doch das Resultat wäre ein humpelnder Hund.  

Habe von Töchterlein diese Brausesprudelbäder bekommen und dachte mir am Nachmittag ein Wohlfühlbad zu nehmen. Entspannt in der Wanne liegen und mein Buch weiter lesen. Nun, beim Einsteigen kam ich mit meinem Fuß an meinen Roman und versenkte ihn im Wasser 🙂 . 

09.02.2020 Heute morgen rief unser Ältester an. Hat sich gesorgt, da Sturm mit heftigen Böen angesagt ist. Mittags beim Spazieren gehen war es schon ein wenig windig, jetzt am Abend ist es schon bedeutend mehr. Habe unterwegs den Mann, auf „dessen Kopf ich schon rum getanzt bin (seine Worte als ich ihn bei der ersten Begegnung fragte, wer er sei 🙂  )“getroffen und wir haben uns angeregt unterhalten. Nachbarin nebst Freundin traf ich vor ihrer Haustür. Auch mit ihnen habe ich geredet. Das, wie ich glaube schon öfters getippt zu haben, genieße ich sehr. 

Morgen fahren wir zum Einkaufen und nehmen, wie fast immer, Mama mit. Bin froh, dass wir uns wieder so gut verstehen und ich auch mittlerweile ihr Verhalten, welches ich öfters nicht verstand jetzt nachvollziehen kann . Vielleicht half mir diese „böse Erfahrung“, die ich mit jemanden hier machen musste zu erkennen, wer und was mir mir wichtig ist. 

 

08.02.2020 Suppenessen im Gemeindehaus. Hat mir Spaß gemacht. Interessante Gespräche. Danke auch an Dich (nenne keinen Namen) für deine Offenheit beim gemeinsamen Rauchen :). 

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So ab und an hat Frau eine Herzkartoffel unter dem Schälmesser. Diese lächelnde Kartoffel hat mich lächeln lassen 🙂 🙂 🙂 .

07.02.2020 Frauenfrühstück. Ha 🙂 . Nachdem Hans mich abgeliefert, ich die anwesenden Frauen begrüßt hatte kam eine weitere Besucherin, die freudestrahlend auf unsere Gastgeberin hin eilte mit den Worten:“ Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ „Du hast heute Geburtstag?“ fragte ich um dann verlegen festzustellen, das ich daran überhaupt nicht gedacht hatte. Für manches ist facebook ja doch gut. Es erinnert an kommende Geburtstage. Ich bleibe dennoch standhaft und habe ihren Geburtstag im Kalender notiert. 

Ein schöner Tag. Mittags war ich wieder mit Hans und den Hunden unterwegs. Habe Andy auch neben mir laufen lassen. Ging gut. Hoffe die Wege werden bald besser so dass wir auch mal wo anders gehen können. 

 

06.02.2020 Heute war ich motiviert. Vielleicht lag es an einem Telefongespräch, welches mich ein wenig aufgebaut hat. Mittags habe ich es einmal wieder probiert mit Rolli und Andy an der Leine zu gehen. Es ist mühsam, aber es ging einigermaßen gut. 

Morgen gehe ich zum Frauenfrühstück auf’s Hainchen. 

Bin dabei, unsere gemeinsame Geburtstagsfeier zu planen. 

Drogeriemärkte besuche ich gezielt. Duschgel, Haarshampoo, Zahnpasta, Toilettenpapier, Küchenrolle. Was es dort ansonsten so gibt weiß ich  nicht wirklich. Weihnachten 2019 bekam ich von Töchterlein Pflegeartikel geschenkt. Badezusätze von Dresdner Essenz, Anti-Age Tröpfchen und eine Tuchmaske. Nun denn. Wenn es hilft macht Frau sich auch schon einmal zur Indianerin 😀 . 

 

 

05.02.2020 „You can’t see tears in the rain, no matter how hard you try. You’ll  never see any pain only the rain in my eyes……“

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Fünfter Tag ohne facebook. Hab‘ mich zu sehr aufgeregt über die Naivität und Dummheit von so vielen Usern dort. Dazu fiel mir der Ausspruch „Gebt dem Volk Brot und Spiele“ ein. Das scheint auch in der heutigen Zeit noch gut zu funktionieren 🙁 . 

 

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Nicht meine Woche diese Woche 🙁 .

01.02.2020 Gestern Nacht heftig gebrochen. Heute geruht und viel geschlafen. Hans hat mir geschroteten Goldleinsamen und Tropfen geholt. Hunger. Bin vorsichtig.  Reizmagen. Kann mir gut vorstellen, warum. Möchte noch nicht näher darauf eingehen. Habe mir überlegt, ob ich mir einen Teil dieser HP ausdrucke. Das wird reichlich Lesestoff. Möchte den Kindern etwas aus unserem Leben hinterlassen. Auf dem Speicher gibt es noch Tagebücher die ich einmal geschrieben habe. Habe öfters daran gedacht, sie zu vernichten und es doch gelassen. Im Internet traf ich auf Gert Rudolf, der mir oft erzählte, dass ihn die Tagebücher seiner Mutter/Vater (?) zum Weinen bringen. In meinen Eigenen gelesen fand ich sie nicht so tragisch. 

Habe daran gedacht, meinen Hausarzt zu wechseln. „Schulter hoch ziehen“ nutzt mir nichts, wenn ich um Hilfe bitte. 

 

 

30.01.2020 Bei all dem Schönen, welches uns das Dorf, seine Menschen und die Landschaft bieten gehören Krankheit und Tod auch dazu. In der Anonymität der Stadt bekommt man dies bezüglich kaum etwas mit, außer es ist im unmittelbaren Bekannten- und Verwandtschaftskreis. Hier ist es anders. Mag auch daran liegen, dass ich die meisten älteren Leute von früher her kenne und es mitunter traurig ist, sie so zu sehen oder zu erfahren, dass wieder jemand gestorben ist. Für mich teilweise problematisch, leide immer so sehr mit. Drum drücken, wie ich es gerne täte, funktioniert nicht. Da muss ich nun durch und ich habe bemerkt, es geht. Näher möchte ich darauf nicht eingehen. Es gab Geschehnisse, wo ich echt gefordert wurde und die mich sehr belastet haben. 

Es hat mich auch traurig gestimmt, dass ich den Ein- oder Anderen traf, der mir sehr viel bedeutet, aus schönen Erinnerungen und Vertrautheit an meine Kindheit und ich freudig auf sie zugegangen bin und fast Abwehrverhalten spürte. Anderseits bekomme ich viel positives feedback von Menschen, von denen ich es überhaupt nicht erwartet habe. Das freut mich riesig und tut mir gut.

Und immer wieder kommen Erinnerungen in mir hoch. Schöne Erinnerungen. Das Negative scheint vergessen.

 

28.01.2020 Aprilwetter. Regen, Sturm, Hagel, Sonne, Schnee…..Beim Einkaufen wieder die Krise bekommen. Warum rege ich mich eigentlich überhaupt noch auf? Weil wir Kilometer um Kilometer fahren um festzustellen, dass der/die Artikel wieder nicht da sind? Weil es fast immer so ist? Jetzt gibt es wieder einen Monats-Essensplan. Da kann Frau im wahrsten Sinne des Wortes gezielt planen was wir brauchen.  

Koch im Hause Seyfried ist Hans. Zusammen kochen funktioniert bei uns nicht. Laut Essensplan darf ich die nächsten Tage Köchin spielen. Heute Hackbraten, morgen Waffeln und übermorgen Rindfleischsuppe.  Doof sind Vielleserinnen wie ich, die die meisten Wörter nur an Hand der ersten Silbe/Silben im Gehirn zum vollständigen Wort formen. Fatal bei Kochrezepten. Die sollte Frau wirklich ganz genau lesen. So startete ich heute den zweiten Versuch mit  meinem Hackbraten Rezept. Beim ersten Mal hatte ich überlesen, dass Zwiebeln, Knoblauch und Mais angebraten werden. Nun denn. Ich las das Rezept bestimmt fünf mal durch und war mir sicher, alles passt. Immer gewundert, wie 12 Personen von dieser Menge satt werden können schoss es mir plötzlich in den Kopf. Sind es 500 g oder 1000 g Hackfleisch? Geguckt und…..natürlich 1000 g. Paniermehl und Senf hatte ich von mir aus schon reduziert, kam mir einfach zuviel vor. Alle anderen Zutaten abgemessen für 1000 g.  Ich hatte ja nur 500 g Fleisch. Aber es war nach Verzehr ok. Hans/wir essen gerne Zwiebeln und Knoblauch. Auch die Paprikaschoten schienen uns nicht zu viel. Nur wurde er im Backofen an der Oberfläche nicht so schön knusprig wie ich es gerne gehabt hätte. Es wird ein dritter Versuch statt finden in dem ich eine viertel Stunde vor Ende der Backzeit die Temperatur erhöhe.                   

 

 

27.01.2020 Blicke ein wenig zurück in das vergangene Jahr und bin im Mai bei einer Veranstaltung im DGH Weidelbach gelandet.

Fand es hochinteressant. Habe einiges erfahren. Mir blieb das ungute Gefühl, dass die Jagdgesellschaft sich gerne mehr in die Haubergswirtschaft einmischen möchte. Auch, ganz wie erwartet, stören sie die Wanderer, die Radfahrer, Spaziergänger und vor allem Hunde nebst Herrchen. Wir alle vertreiben das Wild. Hoffe der Berichterstatter sah mein breites Grinsen 😀 . Diese Ausreden sind all zu bekannt. Solange ich mit den Hunden am Fahrradweg laufe(damals konnte ich es noch) und keine zwei Meter neben mir eine Hirschkuh im Gebüsch steht die ganz langsam weiter Richtung Wald trottet, Hasen ruhig sitzen bleiben fühle ich mich nicht als Störenfried. Ich bin mir fast sicher, dass sie auch Wild anfüttern obwohl dieses eigentlich verboten ist. Das munkelt man, eindeutige Beweise dafür habe ich nicht. Warum Wildschäden nicht erstattet oder zerwühlte Wiesen und Äcker nicht wieder hergerichtet werden bleibt mir ein Rätsel. Zwei Jäger und zwei Jägerinnen in der Familie bestätigen mir, dass sie in ihren Revieren für Wildschäden verantwortlich sind. 

17.06.2019 Besuch einer Büffelherde in Hainchen. Toll. Habe diese Büffel noch nie in natura gesehen. Wir hatten Glück, dass Bauer Jens bei seinen Tieren auf der Weide stand. Die Büffel waren verschmust und absolut friedlich. Hab‘ gesagt, wenn er noch weiter seine Tiere so liebkost kann ich sicher kein Fleisch mehr davon essen. Probieren will ich es gerne einmal. Ob da ein großer Unterschied zum normalen Rindfleisch ist? Apropo Rindfleisch. Als ich im Frühjahr davon hörte, dass im Nachbarort ein Bauer schlachten lässt und Fleisch verkauft bat ich um die Telefonnummer und bestellte im Herbst 2 x 20 kg Rindfleisch. Die Kühe stehen fast das ganze Jahr über auf der Weide, ganz in unserer Nähe. Somit weiß Frau genau, was auf den Teller kommt. Und was soll ich sagen? Wir haben noch nie so gutes Fleisch gegessen. Es ist perfekt. Esse eh lieber Rind statt Schwein. Hoffe wir können diesen Herbst wieder kaufen. Mittlerweile haben wir auch einen Büffelbraten zum Probieren im Tiefkühlschrank. 

27.06.2019 Wir hatten Moritz zu Besuch.

Damals konnte ich ihn schon mit ins Wohnzimmer nehmen ohne das es Geknurre oder Gebelle gab. Mittlerweile läuft er durchs ganze Haus, auch wenn Herrchen oder Frauchen da sind. Wir müssen immer ein Auge drauf haben, aber es funktioniert. Unsere ignorieren ihn und er kommt auch nicht zu nahe zu Andy und Murphy.

 

21.02.2020 Habe gerade meine Fotos durch gesehen und überlege, wie ich sie am Besten unterbringe. Hier ist das Erste. Muttertag 2019.

 

Mein Augenmerk lag letztes Jahr auf den Insekten. Für sie muß ich eine extra Seite erstellen, da es einfach zu viele sind.

Ist schon einiges passiert in diesen Monaten des nicht Schreiben. Aber…..und das finde ich in all der Enttäuschung gut, habe ich nicht die Klappe gehalten, nichts in mich hinein gefressen, habe das gesagt, was ich denke, reagiert anstelle passiv zu bleiben und dies hat mir noch mehr die Augen über gewisse Menschen geöffnet. Allerdings bin ich wieder vorsichtiger geworden in dem was ich sage, egal, bei wem. All zu offen und zu vertrauensselig ist dann doch nicht so gut. Schade. Immerhin kann ich das bei Hans und den Kindern. Es ist befreiend und schön und ich freue mich immer riesig, wenn sie bei uns sind. Auch wenn ich mir fast sicher bin, dass sie ab und an im Inneren über mich den Kopf schütteln. Mir vorzustellen, wie sie es tun lässt mich lächeln. „Kids, I Love you!“

20.01.2020 Dieses ständige Einkaufen und nicht bekommen, was man möchte nervt mich immer noch. Heute bei Aldi kaum etwas von meiner Einkaufsliste gefunden mussten wir noch zu Rewe. Zutaten für Kuchen. Habe wieder angefangen zu backen und neue Rezepte ausprobiert. Weiß-Gelb- Kuchen steht auf meinem heutigen Plan. 

 

Test. Es funktioniert.

Über das Jahr verteilt habe ich reichlich Fotos gemacht. Hoffe einige davon hochladen zu können. Erinnere mich, dass, als ich das letzte Mal hier tippte  Schwierigkeiten hatte. Habe mich ganz intensiv mit Insekten beschäftig und bin bei facebook einer Gruppe beigetreten, die mir sehr bei den Bestimmungen geholfen haben. Es hat mich erstaunt, wie viele ich alleine nur hier in unserem Gärtchen gefunden habe. Das reicht für einen neuen Block (im Falle dass das Hochladen auch klappt).

 

 

19.01.2020 Bei mir ist es mit dem nicht gut gehen können noch schlechter geworden. Unmöglich, alleine mit den Vierbeinern nach draußen zu gehen. Rita konnte es sich nicht mehr ansehen und brachte mir einen Rollator von ihrer leider verstorbenen Mutter vorbei. Das „Ding“, wie ich es anfangs nannte,  wollte ich nicht und es stand eine Zeit lang unbeachtet im ehemaligen Kuhstall.  Bis zu dem Tag als es schneite und der Schnee liegen blieb. Wusste, wie viel Spaß ich und die Hunden immer beim ersten Weiß hatten und so überwand ich meine Scheu und ging mittags mit Gassi. Ich genoss es sehr und seither habe ich Hans öfters begleitet. Anfangs noch sehr euphorisch wie gut es funktioniert wurde mir schnell bewusst, wie eingeschränkt ich dennoch bin. Es tut weh Hans mit den Hunden zu sehen und zu wissen, dass ich das wohl nie mehr so tun kann. Es war ein Teil meines Lebens in der Natur zu sein, querfeldein zu marschieren, über Wiesen , durch den Wald und unwegsames Gelände. Spaziergänge bei jeglicher Witterung war Balsam für meine Seele, falls ich mich schlecht fühlte und machte noch bessere Stimmung an den guten Tagen. Das macht mir im Moment sehr viel zu schaffen. Obwohl ich genau weiß, dass ich es akzeptieren muss gelingt mir das nicht. Vielleicht braucht es seine Zeit und den Frühling. In dieser Jahreszeit, wenn es wärmer wird und die Natur erwacht „blüht“ man selbst immer auf. Wenigstens geht es mir so. Dachte, ich schreibe meine Gedanken einmal auf. Schreiben soll ja helfen Dinge eher zu verarbeiten. Akzeptieren kann ich diesen Zustand allerdings noch nicht. 

 

18.01.2020 Fast ein Jahr vergangen, seit ich das letzte Mal hier geschrieben habe. Wahnsinn, wie schnell die Tage, Wochen und Monate vorbei gegangen sind. Edi kam zügig wieder aus dem Krankenhaus zurück. Neulich mit ihr telefoniert, ihr geht es wieder nicht gut, aber, wie sie sagte, können die Ärzte nichts mehr für sie tun. Stimmt mich schon nachdenklich zumal ich ja von diesen sch…….Zigaretten auch nicht wegkomme.

 

11.03.2019 Gestern so ein schöner Tag und heute die traurige Nachricht, dass Edi in Gießen im Krankenhaus liegt. Man hat sie ins künstliche Koma versetzt und sie wird beatmet.

10.03.2019 Gemeinsame Geburtstagsfeier von Hans, Gabi und vielen Gästen. Es gibt Fotos, leider aber nicht hier. Weiß nicht genau, wer oder wer nicht Fotos von sich im Internet haben möchte und so lasse ich das veröffentlichen dieser Bilder. Obwohl sie soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo schön sind :). Stressig die Vorbereitungen – für mich – und im Nachhinein wie so oft ganz umsonst sich so viele Gedanken gemacht ob alles klappt. Unsere Kinder mit Freunden und Freundin, mein Bruder mit Frau (sorry liebe Schwägerin, ich versuche hier Namen zu vermeiden), Nichten mit ihren Familien und Tanten aus dem Nachbarort. Oh……hätte ich doch fast meine Mutter vergessen 🙂 . Wir bekamen alle unter und ich hoffe auch alle satt. Ich habe es sehr genossen, sie alle hier zu haben.

 

 

 

07.03.2019 Gabi’s Geburtstag. 63 Jahre bin ich mittlerweile und frag‘ mich ganz oft, wo all die Jahre geblieben sind. Vorbeigehuscht wie ein Fingerschnips. Und die Tage und Wochen rennen nur so vorbei. Früher ist mir das nie aufgefallen, aber seit wir in Rente sind und man vielleicht eher darüber nachdenkt ist es schon arg krass. Man hat einfach nicht mehr viel übrig gebliebene Zeit die vor einem liegt. Dennoch war es natürlich ein schöner Tag. Ich bekam von Hans meinen Geburtstagskuchen gebacken und ein Liedchen gesungen. Sandkuchen wünsche ich mir jedes Jahr von ihm. Da auf Hans Geburtstag Besucher da waren hatte ich noch einen Apfelkuchen zubereitet.

 

 

Bei Hans zum Chinesen, bei Sohnemann gut bürgerliche Küche auf dem Lohrberg und bei mir? McDonald und Chicken Wings. Hatte ich Lust drauf und so fuhren wir nach Dillenburg.

Nachmittagsgäste waren da, hatten aber keinen großen Kuchenhunger. Abends trafen wir schon Vorbereitungen für den Sonntag. Einundzwanzig Gäste hatte ich eingeladen 😀 um Hans und meinen Geburtstag gemeinsam mit der Familie zu feiern.

 

21.2.2019 Geburtstag von Hans.

Tags zuvor abends habe ich Kuchen gebacken. Während der Vorbereitungen fiel mir dieses kleine „YES“ Küchlein ein welches ich früher gerne einmal gegessen habe. Eines Tages zu meinem Geburtstag kam Hans morgens ins Schlafzimmer mit so einem Küchlein und oben drauf eine brennende Kerze. Hmmm…..plötzlich hatte ich eine Idee. Ich nahm ein wenig von dem Teig und füllte ihn in ein Muffin Förmchen. Mitternacht ging ich damit hoch, ein „Happy Birthday“ trällernd und gratulierte ihm zu seinem 68.Geburtstag. Den Apfelherzkuchen gab es zum Frühstück 🙂 .

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Hans wollte den Tag ruhig angehen lassen. Mittags gingen wir Essen. Nachdem ich alle Lokale in der Umgebung nebst ihren Speisekarten googelte um zu sehen, was Leckeres angeboten wird, war es eine große Enttäuschung für uns. Entweder sind wir verwöhnt oder das Angebot ist einfach nur langweilig. Also nichts besonderes. So entschieden wir uns für den Chinesen. Es war lecker und reichlich. Aber auch etwas laut. Doch weit aus besser, als alles andere, was wir hier schon getestet haben.

 

Hans sagt ja immer, er will nicht feiern und lieber einen ruhigen Tag haben, zumal wir unseren gemeinsam am 10. März mit der Famiie feiern wollen. Ich denke er hat sich dennoch über seinen Geburtstagsbesuch sehr gefreut.

 

19.2.2019 Wir haben wieder einen Hausarzt. Im Nachbarort. Nachdem wir uns schon vor Tagen bei den Sprechstundengehilfinnen vorgestellt und um einen Arzttermin gebeten hatten, waren wir am frühen Morgen dort. Was auffällt: Freundliche Atmosphäre, hilfsbereite und kompetente Angestellte. Lachen. Wir füllten einen Fragebogen aus und kurz nach Abgabe ging es zum Arzt. Was soll ich sagen. Er strahlt Ruhe aus, hört zu. Berät und untersucht. Wir Beide fühlen uns gut aufgehoben. Und als Kind und junge Frau war ich Patientin bei seinem Vater .Bezüglich meines Rückens bekam ich eine Überweisung zum Orhtophäden. Auch hier erhielt ich zügig einen Termin. 6.3. in Herborn.

16.2.2019 Wenn nicht mitten Februar könnte Frau meinen, der Frühling stände vor der Tür. Nachts noch frostig werden wir am Tage mit blauem Himmel und wärmender Sonne verwöhnt.

 

12.2.2019 Lecker! Diese „Orginal Frankfurter Rindswürstchen“ bekamen wir zu Weihnachten geschenkt. Haben super geschmeckt. Kein Vergleich zu denen, die wir ansonsten kaufen.

10.2.2019 Sonnenaufgang

Da ich mich noch immer nicht mit den Flurbezeichnungen auskenne habe ich den Tipp bekommen mich einmal bei der Bushaltestelle umzuschauen. Dort fand ich eine Tafel mit allen Namen, einmal auf „deutsch“ 😀 und einmal im „Weidelbacher Dialekt. Abfotografiert und nun mal etwas genauer studieren.

 

21.1.2019 Kalt. Die Temperaturen heute am frühen Morgen:

18.1.2019 Winterlandschaft

 

Zum Leben in Weidelbach gehört natürlich auch Krankheit und Tod. Immer schon gerne davor gedrückt, weil ich so sehr mitleide konfrontiere ich mich jetzt ganz bewusst mit dieser Thematik. So fuhr ich am 21.1. mit meinen beiden Tanten nach Herborn um meinen Cousin zu besuchen. Nach seinem Schlaganfall liegt er im „Haus des Lebens“ als Pflegefall. Durch Gespräche wußte ich, dass es ihn ziemlich hart getroffen hat. Ob er immer alles mitbekommt, was so um ihn herum vorgeht, ist ungewiss. Auch hat man ihm ein Bein abgenommen. Ich war auf das Schlimmste gefasst und bereute schon, dass ich so sehr gedrängt hatte, ihn besuchen zu wollen. Ich blieb standhaft und sagte meiner Tante zu, als sich mich fragte, ob ich an diesem Tag Zeit hätte. Als wir sein Zimmer betraten war ich überrascht, wie „normal“ alles aussah. Ich ging zu ihm hin, fragte, ob er mich noch kenne? Mit ganz wachen Augen sah er mich an, schien sich aber nicht zu erinnern, Ich erzählte ihm, wer ich bin und erzählte ihm von früher, als wir Kinder waren und Forellen zusammen im Bach gefangen haben. Es kam ein „Ja, ja“ und ich war mir sicher, dass er nun wußte wo er mich hinstecken mußte. Aber je länger wir blieben um so unsicher wurde ich mir, da bei allem, was wir sagten oder fragten dieses „Ja, ja“ von ihm kam. Mehr nicht als diese beiden Worte. Durst hatte er. Trank 1 1/2 Flaschen Wasser und als er ein Stückchen Kuchen bekam hatte er es fast schon gegessen ehe es derPfleger abstellen konnte. Meine Gedanken schlugen Purzelbaum. Bekommt er nicht genug zu trinken? Hat er Hunger? Kann er sich überhaupt bemerkbar machen, wenn nötig? Wie ist es immer nur liegen zu müssen und warten, bis jemand kommt der nach einem schaut? Wie ich erfuhr wird er schon manchmal in einen Rollstuhl gesetzt und nach draußen gefahren. Balkon, Aufenthaltsraum, Stadt. Der Gedanke so hilflos und so abhängig in allen Belangen von anderen Menschen zu sein ist erschreckend und traurig und aufgewühlt verließ ich dann später mit meinen Tanten diese Einrichtung. Mir tut es unendlich leid und ich finde nicht die richtigen Worte um das auszudrücken wie ich mich nach diesem Besuch fühlte. Diesen Menschen mit dem ich so schöne Kinheitserinnerungen habe so zu sehen hat mich tief getroffen.

Am frühen Morgen stand der Notarztwagen mit Blaulicht vor der Tür unserer 89 jährigen Nachbarin. Verdacht auf einen Schlaganfall der sich im Krankenhaus auch bestätigte. Ein leichter und sie hat so weit ich bisher weiß, keine Einschränkungen. Sie ist zur Zeit bei ihrer Tochter.

Unterwegs mit den Hunden wurde mir von einem weiteren Schlaganfall berichtet, der weitaus schlimmer verlief. Genaues weiß ich noch nicht, außer, dass er halbseitig gelähmt ist und auch nicht schlucken kann. 

Sonntags bekam ich einen Anruf, dass die Mutter einer meiner Jugend- und immer noch Freundinnen gestorben ist. Ich rief sie an um ihr mein Beileid auszusprechen und fragte, wann die Beerdigung ist. Ich hab‘ mit mir gerungen und suchte für mich nach einer plausiblen Erklärung nicht hingehen zu müssen. Und vorher auch noch in die Kirche. Nun, ich konnte die Kirche auslassen und nur mit auf den Friedhof gehen. Ginge das überhaupt in meiner weißen Winterjacke? Hans meinte nein, ich solle mir etwas Schwarzes kaufen. Da ich ja eine Ausrede suchte, erwiderte ich, dass ich mir jetzt keine kaufen werde. Meine Mutter, die gerade hier war sagte dann, sie hätte noch eine schwarze Jacke, die mir auch tatsächlich passte als ich sie später anprobierte und sie schlußendlich mitnahm. Am Donnerstag Mittag nach dem Essen began ich mich umzuziehen, fertig zu machen und anscheinend trödelte ich, da ich erst kurz vor dem Gottesdienst fertig wurde und ich Hans bat, mich hinzufahren. Ich war Letzte, die Kirche voll. So mußte ich ganz nach vorne, wo ich noch ein Plätzchen fand und hatte das Gefühl, halb Weidelbach starrt auf mich. Ich bekam ein Blättchen in die Hand wo ich beim näheren Betrachten fünf Lieder fand die wohl alle gesungen werden wollten. Das kann dauern war mein Gedanke beim Lesen. Was mir gefiel? Ich kannte zwei der Lieder. Na, da hatte ich früher doch so einiges auswendig gelernt. Während der Predigt schaute ich mich ein wenig um. Viel oder fast gar nichts hatte sich geändert seit ich das letzte Mal, gute zwanzig Jahre her, bei der Trauerfeier meines Vaters, in dieser Kirche war. Während meiner Betrachtung der Räumlichkeit hörte ich der Predigt zu und stutzte, als ich vernahm, dass laut dem christlichen Glauben die Toten erst am „Jüngsten Gericht“ auferweckt werden und dann in den Himmel kommen. Hatte ich ganz anders in Erinnerung aus meiner religiösen Unterrichtstagen während meiner Kinder- und Jugendzeit. Sterben und in den Himmel bzw. Hölle kommen, so kannte ich es. Erwachsen und beinahe 63 Jahre alt kann ich mit beiden Begriffen nichts mehr anfangen in Bezug auf Glauben.

Ich saß neben einer lieben Frau, die ich in guter Erinnerung hatte und mit ihr ging ich dann auch gemeinsam zur Bestattung auf den Friedhof. Anschließend ging es in das Gemeindehaus zum Kaffee trinken. Ich überlegte kurz und ging mit. Hier traf ich zwei weitere gute Bekannte aus meiner Jugendzeit mit denen ich mich ausgiebig unterhielt. Der Anlass war traurig, dennoch genoß ich diese Gespräche. Wieder zu Hause war ich froh, dass ich mich überwunden hatte und auch ein wenig stolz auf mich. Wer mich kennt, so richtig, weiß, dass dies ein enormer Schritt für mich war. Was für andere oft selbstverständlich ist für Gabi oft ein Unterfangen.

Meine Nachbarin, die nach ihrem leichten Schlaganfall noch bei ihrer Tochter verweilt habe ich mittlerweile auch besucht.

 

 

18.01.2019 Frau gönnt sich ja sonst nichts 😀 .

Edeka Haiger. Fischtheke. Schillerlocken. Immer einmal gerne gegessen(ja ich weiß, solllte eigentlich nicht gekauft werden), spürte ich ein riesiges Verlangen. 5.99 € las ich und nach meiner Frage, ob ich eine ganze nehmen müßte, sie waren echt riesig, meinte Hans, dass er mitessen würde. Gut. Ich liess mir eine einpacken und guckte zufällig auf das Preisschild. Schock. Hätte ich eher mal genauer geguckt. 59,90 € das Kilo. Glaube, dies war der teuerste Fisch den ich je gekauft habe.

 

17.01.2019 Wie man lesen kann haben wir mittlerweile Januar 2019. Silvester haben wir die Ruhe genossen und wie üblich unser Rippchen mit Kraut verspeist. Fühlte mich nicht so besonders und siehe da, ich hatte Fieber. So ging ich nur kurz raus mit Hans und ich muß sagen, es war sehr schön, was uns Weidelbach und der Himmel boten. Wie sicher schon bemerkt liebt Gabi Feuerwerk und läßt sich das auch durch nichts vermiesen. Und die ewigen Sprüche der ach so armen Tiere, ob drinnen oder draußen, kann ich einfach nicht mehr hören und bin das so etwas von leid. Hab‘ bei facebook so einen Feuerwerkshasser und sich selbst ernannten Tierfreund nach Fotos gefragt die belegen, dass hunderte von Vögeln tot von den Bäumen fallen, Wild in Panik durch die Wälder rennt usw. Ich bekam noch nicht einmal eine Antwort. Ein Thema, welches ich nicht weiter ausführen möchte, da es mir einfach zu dumm ist. Diese verweichlichten Menschen nebst ihren Tieren sind mir ein Gräuel. Und ja, ich kenne TierbesitzerInnen, die nebst ihren Vierbeinern unter dem Tisch hocken und selbst so viel Angst haben und diese natürlich auf das Tier übertragen.

 

Da es tagsüber regnete machte ich mir auch keine all zu großen Gedanken um die Fachwerkhäuser nebst Dächern.

28.12.2018

Naturschauspiel auf unserer Fahrt nach Ewersbach.

28.12.2018 Heute ist der Geburtstag meines Vaters. Immer wieder vorgenommen und doch nie getan gingen wir heute zum Friedhof an sein Grab. Wir hielten uns nicht lange auf. Ich führte noch nicht einmal ein Zwiegespräch mit ihm. Liebe Menschen, die gegangen sind, liegen für mich nicht dort unten in der Erde. sie sind verankert in meinem Herzen. Aus diesem Grund ist ein Friedhofsbesuch für mich nicht wirklich wichtig. Nah kann ich sein in Gedanken, wo auch immer ich mich aufhalte.

Wir gingen dennoch entlang aller Gräber und entdeckten doch einige Namen von Personen, die auch wir noch gut gekannt haben.

Wir standen vor dem Grab von Caroline (Karola). Wir haben in unserer gemeinsamen Zeit in Frankfurt viel zusammen unternommen. Es gibt Tage an denen ich sie noch immer sehr vermisse.

 

26.12.2018 Sonnenaufgang im Nebel

 

26.12.2018

Samstag , 22.12. trafen die Ersten ein. Montag, 24.12. der Rest der Familie 🙂 . Es war aufregend und spannend. Ich natürlich schon eine Woche vorher sehr angespannt, ob alles so klappt wie gedacht. Zwei letzten Nächte nicht wirklich gut geschlafen, aber das kennen wir ja von Gabi, die sich immer viel zu viele unnötige Gedanken macht 🙂 . Montag Mittag waren wir alle versammelt, haben geredet, Vorbereitungen zum Abendessen getroffen. Es gab, wie immer, Kartoffelsalat, Nudelsalat und Rindswürstchen. Die verbliebene Zeit bis zum Abend verbrachten wir mit spielen. Da alle recht hungrig wurde diesmal vor der Bescherung gespeist. Zum Dessert gab es Eis mit heißen Himbeeren.  Nachdem alle Päckchen ausgepackt und einiges ausprobiert wurde spielten wir alle zusammen Phase 10. Ich war hellauf begeistert. Spiele ich doch leidenschaftlich gerne Gesellschaftsspiele. Denke es war so um die Mitternacht als wir uns alle so langsam nach oben begaben zum Schlafen. Guckte noch einmal bei den Kindern rein und fand es so schön, dass sie alle zum Übernachten blieben. Wann hatten wir dies das letzte Mal? Da wohnten wir noch zusammen in Frankfurt.  Es ist fantastisch jetzt sio viel Platz zu haben, der uns ermöglicht sie auch für einen längeren Besuch zu bewirten. Hach ja, es könnte diesbezüglich immer Weihnachten sein 🙂 . Persönliche Fotos gibt es nicht. Da respektiere ich den Wunsch, keine Fotos von ihnen in das Internet zu stellen.

Am 25.12. gab es noch ein gemeinsames Frühstück welches sich zu meiner Freude bis zum Mittag ausdehnte. Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen.

16.12.2018 Erster Schnee :).

15.12.2018

Ha. Schon letzten Samstag zwei Sonntags-Zeitungen und heute auch. Mal wieder leicht stinkig hab‘ ich sie zurückgebracht. Da niemand zu Hause habe ich sie vor der Tür abgelegt. Mal sehen, wer von uns Beiden die meiste Geduld hat 😀

07.12.2018

Seit wir in Weidelbach wohnen rennt für mich die Zeit noch schneller vorbei als jemals zuvor. Es ist ruckzuck Abend und nach dem Essen, kaum das man sich ein wenig hingesetzt hat, sagt mir ein heftiges Gähnen: Gabi, du bist müde. Stricke noch ein wenig und schau‘ mir meistens einen Film dabei an. Ja und dann ist es in nullkommanix 22.00 Uhr, 23.00 Uhr, Mitternacht und ich habe ständig das Gefühl, nichts wirklich auf die Reihe gebracht zu haben. Wie hat das alles nur früher geklappt? Drei Kinder, Beruf, Haushalt, Garten, viel Platz um unseren Pavillion und meine Hunde. Multitasking funktioniert nicht mehr wirklich 🙁 .

05.12.2018

Mein erster Gang morgens: Wohnzimmer, Ofen, Aschekasten leeren. Und dazu muß ich raus. Heute morgen hatten wir Frost und einen wundeschönen Himmel.

20.11.2018

Schnee

Meine fleischfressende Pflanzen und Kräuter unter einer Schneedecke.

Erster Spaziergang im Schnee.

15.11.2018

Heute die letzte Erdbeere geerntet. Wirklich geschmeckt hat sie nicht mehr.

Seit unserem Urlaub in Schottland gehört Shortbread zu meinem Leben und wann immer ich es irgendwo entdecke kann ich nicht wiederstehen 😀 . Nun, selbst in Frankfurt fand ich selten die Gelegenheit und hier ist es gaaaaaaaaaaaaaaaanz schlecht bestellt mit meinen Lieblingskeksen. Um so glücklicher schätze ich mich, dass wir so tolle Kinder haben nebst Freunden und Freundin, die öfters an mich denken. Mal bekomme ich bei facebook einen Foto  geschickt, sind gerade da und dort und guck mal, welche Kekse möchtest du denn gerne? Oder sie bringen mir welche mit. Da freue ich mich riesig.

Hach ja…..und gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz oft vermisse ich sie alle und hätte sie gerne öfters hier.

08.11.2018

Ein sehr aufregender Nachmittag. Möchte es nur kurz festhalten und mich nicht weiter äüßern. Krankenwagen. Notarztwagen. Feuerwehr. Konnte helfen durch einen Anruf und einfach nur, weil ich da war.

30.10.2018

Daran muß man sich hier auch gewöhnen. Für uns ein sehr frühzeitiger, erster Schnee.

Nach diesem „Schock“ und dem guten Gefühl, er bleibt noch nicht liegen verwöhnt uns das Wetter zur Zeit mit angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Die „Ruhe vor dem Sturm“? Der Winter wird kommen, so oder so und somit genießen wir jetzt noch diese schönen Tage (7.11.2018).

Zum Leben in Weidelbach gehört Hauberg, Hauberg machen und natürlich jede Menge Holz zum Heizen für die kalten Monate. Was genau Hauberg bedeutet kann jeder im Internet nachlesen. Ich freute mich auf Holzfeuerung, aber bevor wir einlagern konnten mußte erst der Stall entrümpelt und aufgeräumt werden. Das zog sich hin. Doch jetzt sind wir ersteinmal versorgt. Es wird nicht den ganzen Winter über reichen, so viel Lagerraum haben wir noch nicht. Muß noch einiges entsorgt werden. Schön kuschelig ist es, wenn abends der Kamin brennt. Aber wir sind noch in der Phase herauszufinden, wie die genaue Einstellung sein muß bezüglich optimaler Verbrennung.

Kirche und Gabi

Schwieriges Thema. – Schon KleinGabi hinterfragte für sich, wie es sein kann, dass ein Mensch Sonntags von Gott und Liebe etc. predigte, vor dem Essen aus der Bibel vorlas,  nach dem Essen betete  und zu Hause seine Kinder mit einem Ledergürtel blutig schlug. Mit meiner Oma ging ich öfters nach Rossbach. Versammlung nannte es sich glaube ich. Wie fanatisch sie dort von Weltuntergang und dem jüngsten Gericht in naher Zukunft erzählten, Angst verbreiteten gerade für so ein Sensibelchen wie mich. Bin ganz oft nachts aufgeschreckt weil ich davon träumte. Religionsunterricht in Haiger war genau so schrecklich. Vergesse nie, wie ein Mitschüler so heftig auf den Hinterkopf geschlagen wurde, dass ich später immer zusammenzuckte vor diesem Menschen, kam er in meine Nähe. Ich erinnere mich, dass ich, bei meiner Oma in der Küche einmal ausspuckte: “ Er…..ist auch nur Pfarrer geworden, weil er viel Geld verdient.“ Ich wurde getadelt:“Bist du still“, und nach draußen geschickt. Wo ich das mal aufgeschnappt hatte, weiß ich nicht mehr. Hab’s nur nachgeplabbert. Konfirmantenunterricht und Kirchenbesuche. Für mich damals nur ein notweniges Übel. In keinster Weise interessiert. Wir mußten eine gewisse Anzahl von Kirchenanwesenheit nachweisen. Da gab es so ein Büchlein wo der Pfarrer nach Schluß unterschrieb. Ich wußte ungefähr bei welchem Pfarrer die Predigt nie lange dauerte, er war mein Favorit. Unser Pfarrer wohnte in Roßbach. War die Straße von dort nach Weidelbach gesperrt, fiel unser Unterricht aus. Er war nicht gewillt über Rodenbach, Offdilln zu uns zu fahren. Konfirmation. Gut, dass  nur die 10 Gebote abgefragt wurden. Mit Erklärungen wäre ich sicher durchgerasselt. Falls das möglich gewesen wäre. Hochzeit kirchlich. In Griesheim. Ich wollte immer in Jeans und Turnschuhen heiraten. Und im Römer. Ohho, dies wäre bei meiner Schwiegermutte niemals möglich gewesen. Damals war ich auch noch sehr fremdgelenkt. Kinder. Keines unserer Kinder ist getauft und somit auch nicht konfirmiert. Austritt aus der Kirche. Wann genau, weiß ich nicht mehr. Es war zu der Zeit, als unser zuständiger Pfarrer auch gleichzeitig unser Nachbar war. Davon in Kenntnis gesetzt kam er gleich zu uns rüber, besorgt, ob unsere Entscheidung irgendetwas mit ihm zu tun hätte. Wir konnten ihn hoffentlich beruhigen. Heute sind wir immer noch bei facebook befreundet. An für sich hat sich Gabi dann doch zu einer fleissigen Kirchenbesucherin entwickelt, die gleich auf jede Kirche zustürmt, die sie entdeckt. Guckt, ob geöffnet und im Inneren verschwindet. Architektur und Kunst gilt meine besondere Interesse. Manche Kirchen strahlen eine wunderschöne Atmosphäre aus, andere sind düster und unheimlich. Und dann gibt es den Fuldaer Dom, aus dem ich nach draußen rannte kaum dass ich ihn betreten hatte. Der Prunk und Protz den ich vorfand schien mich zu erschlagen. Grauenvoll. Geschichte und Religion (evanglischer und katholischer Glaube) Damit hab ich mich ganz intensiv auseinandergesetzt. Durch meine Liebe zur Kunst, Architektur, Antike,  Mittelalter, Italien und begeisterte Leserin wurde ich öfters mit dieser Problematik konfrontiert. Ging es da wirklich nur um den Glauben? All die Kriege im Namen Gottes? Wie schaut es heute aus? Für mich sind Gaube und Kirche zwei Paar verschiedene Schuhe, von denen ich das Paar Kirche für mich nicht benötige. Gaaaaaaaaaaaaaaanz früher wollte ich immer einmal für ein paar Tage in ein Kloster. Mir sind in meinem Leben nicht viele Mönche oder Nonnen begegnet, aber in deren Nähe habe ich mich wohlgefühlt. Warum, kann ich nicht wirklich beschreiben. Aber jene, die ich traf hatten alle diese besonder Ausstrahlung von Güte, Wärme und Zufriedenheit. Wir fuhren immer gerne ein paar Tage nach Maria Laach.

 

3.11.2018 Frost. Laut Hans sollte es eigentlich wärmer werden, um so überraschter war ich, als ich heute in der Frühe auf den Thermometer schaute und Minusgrade erblickte. Gleich den Kamin gefüttert. Wir warten immer noch auf unseren Küchenherd. Mit einem Ofen das ganze Haus wärmen wird nicht mehr lange funktionieren. Dabei wurde uns ja schon einer geliefert, der, wie bei genauerem Betrachten, leider beschädigt war und wir die Annahme verweigerten.

Mittags war herrlicher Sonnenschein und ich spazierte mit den Vierbeinern durch die Struth. Dieses Mal nicht rechts rum zum Schwimmbad sondern links und dann durch die Harth. Kurze Rast auf der Bank bei meiner Mutter, dann ging es nach Hause.

30.10.2018

Der erste Schnee. Viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeel zu früh meines erachtens 🙂 Leider kann ich im Moment keine Fotos hochladen. Mir wird immer eine Fehlermeldung angezeigt 🙁 .

Manches Mal hilft das Jammern. Kaum getippt ein letzter Versuch und siehe da. Es funktionierte 😀

28.10.2018

Premiere. Obwohl in Weidelbach geboren habe ich hier nie gewählt. Das wurde heute nachgeholt. Ergebnisse kann man unter nachstehendem link einsehen. Nach unten scrollen und es werden die einzelnen Stadtteile aufgeführt. War für uns sehr spannend, wie die Wahl speziell in Weidelbach ausging.

http://www.wahl.haiger.eu/ltw2018.html

27.10.2018

Heute waren wir in der Haigerer Stadthalle. Mama hatte zu ihrem Geburtstag eingeladen. Schade, aber es war viel zu laut, es dauerte Ewigkeiten, bis unser Essen kam, die Stühle standen viel zu eng, Hans und ich hatten Grillteller. Das Fleisch war zu zäh und zu salzig. Uns hat es überhaupt nicht geschmeckt.  Anderen waren zufrieden. Da hatten wir wohl das falsche Gericht ausgesucht. Die Atmosphäre in der Lokalität erinnerte uns eher an eine Bahnhofsgaststätte, wir werden sicher nie wieder dort einkehren. – Und Gabi mag keine Sprühsahne. Wenn schon ein Becher Vanilleeis mit heißen Himbeeren, wo das Eis keinen Deut besser ist als das Billigeis aus dem Discounter erwarte ich für 5.00€ wenigstens richtige Schlagsahne. Gabi ist pingelig und will für ihr Geld, in diesem Falle das meiner Mutter, Qualität anstatt Quantität.

22.10.2018

Ich habe kurz überlegt, in welche Rubrik ich es unterbringe. Teils sind es Erinnerungen, teils „Daily Life“. Eine meiner ersten Fragen schon während des Umzuges: „Ist das samstags Kehren der Straßenbordsteine immer noch angesagt?“ „Eigentlich schon, aber das macht jeder so, wie er will.“ Gabi wollte und es macht ihr sogar Spass. Ganz im Gegensatz zu meinen Pflichten aus Kindertagen. Unwillig erledigte ich diese Tätigkeit so wie ich alles unwillig tat, was mir aufgetragen wurde. Zurückblickend gab es keinen Grund dafür, da ich wirklich nicht viel tun mußte. Bis auf das Kehren war es noch die Treppe, die es zu putzen gab, in den Hauberg, in die Heidelbeeren und Sonntags das Geschirr abtrocken. Wurde ganz schön ausgebeutet 😀 .Oh, ich vergaß den Kartoffelacker! Nach Kartoffelkäfer suchen, Kartoffeln einsammeln und , was ich nie vergessen habe: Meine Oma holte sich bei Paulenz eine Kuh um…….eggen, pflügen, ernten ? Das weiß ich jetzt nicht mehr so genau. Was mir aber noch lebhaft in Erinnerung blieb ist, dass ich diese Kuh führte, sie mir einmal auf dem Fuß stand und es höllisch weh tat. Da, wie oben beschrieben, ich auch hier nur murrend mithalf, war dies für mich das Tüpfelchen auf dem i, was mir allerdings auch nichts nutze. Es ging weiter. Ganz oft, wenn ich mich erinnere, muß ich schmunzeln über, wie gerade jetzt, Kind Gabi 🙂 . Und man mag es kaum glauben, es gab‘ doch tatsächlich etwas, welches ich liebend gerne tat. Rasen mähen. Erst noch mit diesem rollenden Handbetriebsrasenmäher, später dann ein Benziner. Und wir hatten schon eine größere Fläche hinter und neben meinem Elternhaus. In Preungesheim wurde elektrisch gemäht. Und jetzt haben wir eine kleine Wiese. Das eine Mal noch mit Nachbars Mäher werden wir uns dann im Frühjahr einen mit Akku kaufen. Da freue ich mich drauf, obwohl, zwecks Insekten und anderem Getier ich ihn bestimmt nicht zu oft mähen werde.

20.102018

Ein klitzekleiner Teil meines Lebens besteht momentan darin, wie ich all das anfallende Altpapier ( kaputte Umzugskartons, leere Amazon-Kartons und leere Dachboden-und Kellerfundkartons, Werbezeitschriften und sonstiges Papier), bei 4-wöchiger Leerung der Tonnen, unterbringe. Ein Teil ist schon öfters bei meiner Mutter entsorgt worden.

Es fing harmlos an mit einer Haigerer Zeitung, inliegend Werbeprosekte,samstags in unserem Zeitungskasten. Schön, dachte ich, kann man ja mal reingucken (reinschauen). Es mögen zwei-drei Wochen vergangen sein und wir hatten schon zwei, weitere zwei-drei Wochen später drei und heute sage und schreibe vier gleiche Zeitungen im Kasten und die Papiertonne, wie hätte es ander sein können, mal wieder voll bis zum Gehtnichtmehr. Ich war leicht stinkig.

Ein Vorteil vom Dorf gegenüber der Stadt ist, dass jeder jeden kennt (was natürlich auch sehr nachteilig sein kann 🙂 ) . Ein Anruf und ich wußte so ungefähr wo mein Zeitungsausträgerjunge (ich hatte ihn schon einmal gesichtet) wohnt. Drei meiner und eine der doppelten Zeitungen meiner Nachbarin im Gepäck ging ich los. Unterwegs traf ich D. (ich werd‘ die wirklichen Namen nicht benutzen) und fragte genauer nach. Das Haus bekam ich gezeigt, ging hin, klingelte und genau die richtige Person öffnete mir. Ich drückte ihm die ungewollten Schriften in die Hand mit den Worten: „Eine, ich brauche nur eine!“ Er fragte nach unserer Straße und Hausnummer die ich ihm nur zu gerne mitteilte. Bin mal gespannt, was ich nächsten Samstag vorfinde 😀 .

Nachtrag: Am Samstag hatte ich nur „Eine“ Zeitschrift im Kasten :).