Erinnerungen an Weidelbach

Noch immer beinahe täglich werden Erinnerungen in mir geweckt. Wird sicher mit der Zeit nachlassen, dennoch möchte ich einige davon festhalten. Schade, dass es weder meine Schule noch die alten Backhäuser und Dorfweiher gibt. Dem Fortschritt gewichen wie auch viele Scheunen etc. Zum Glück stehen die alten Häuser, bis auf wenige Ausnahmen, noch.

Erinnerungen gibt es aber auch an  unsere Zeit in Frankfurt, als jungverheirates Paar, Jobs, Geburt der Kinder und als Schulhausverwalterehepaar.  Damit es nicht viel zu viel wird, werde ich demnächst eine extra Seite erstellen.

 

28.10.2018

Heute ist Herbstmarkt in Ewersbach. Maade im Nachbarort erinnert mich an meinen Vater, der mir von dort einmal einen bunten Ball an einer Gummischnur mitbrachte. Wie sehr ich mich damals freute. Dieses Maade erinnert mich allerdings auch daran, daß wir, ein paar Jahre älter, dort in einer Kneipe zusammen saßen und anschließend zum Rummelplatz gingen ……….hmm……getippt und wieder gelöscht. Vielleicht ist es besser, Dinge ruhen zu lassen nach all den Jahren. Vergessen habe ich es nie.

Treppenverschlagfund Oktober 2018

Ich würde gerne jemanden an seine Kindertage erinnern, nur komme ich bei meiner Recherche nicht weiter.Laut meiner Nachbarin haben zu dieser Zeit nie Kinder im Haus gelebt. Datieren konnte ich dieses Spielzeug, wenigstens das Grüne, da auf der Unterseite „Made in Germany U.S. Zone eingestanzt ist, auf 1945-1949.

Fussball. 21.10.2018

So genau weiß ich das nicht mehr. War ich schon mit Hans zusammen, als er anfing in Weidelbach Fussball zu spielen? Denke schon, denn ich erinnere mich daran, dass ich ihm Montags den Fußballbericht aus der Dillzeitung nach Frankfurt schickte. Damals war ich Azubi bei Gerhard Debus, Kellerfenster, Weidelbach und er rief mich öfters einmal an. Wir schrieben uns auch Briefe…….stopp! Andere Geschichte und Erinnerungen 🙂 . Zurück zum Fussball. Obwohl, die Bank hinter dem Tor, da haben wir öfters geknutscht 🙂 . Dachte ich heute dran als wir uns, nach mindestens 43 Jahren, wieder einmal ein Fußballspiel anschauen wollten. Na also, wir sind doch wieder beim Thema Fussball gelandet.

Gegen 15.00 Uhr fuhren wir los und bei unserer Ankunft fing das Spiel gerade an. Hmmmm…….dachte, ich treffe auf mehr Weidelbacher die ich kenne. So setzte ich mich auf eine Bank und guckte zwischen den vor mir stehenden Leuten aufs Spielfeld. Hmmmm…….langweilig. Ein wenig Abwechslung brachte mir der Älteste einer meiner Nichten. Hans entdeckte P. (wie schon erwähnt, ich nenne keine Namen und auch der Buchstabe P hat keinen Bezug zu dieser Person, ist frei gewählt) und wollte ihn begrüßen. Ich wechselte die Bank und lauschte den Beiden zu. Als dann mein Name fiel, machte ich mich bemerkbar.“Ah, da sitzt sie ja!“ P. hatte sich zu mir umgedreht.

Da sich der Spielablauf verzögerte, der Tormann hatte sich wohl zwei Finger gebrochen und wurde von dem herbeigerufenen Krankenwagen abtransportiert, war es für mich noch langweiliger. Und mir war kalt. Ich bat Hans, mich nach Haue zu fahren. Er fuhr dann noch einmal zum Gucken, kam aber schon vor Spielende wieder zurück. Für ihn war es schön, sich mit dem Ein- oder Anderen über frühere Zeiten zu unterhalten. Ich fand überhaupt keinen Gefallen. Wie schon beim Lukasmarkt mein Fazit: Da muß ich nicht wieder hin.

Ich poste auch ab und an bei facebook Foto’s, wie zum Beispiel unser Besuch auf dem Lukasmarkt in Haiger am Donnerstag, den 18.10.2018. Hin wollte ich unbedingt um ein wenig aus Kindertagen und meiner Schulzeit zu schnuppern. Anfangs, als ich die vielen Stände sah, war ich hellauf begeistert. Dies legte sich aber schnell. Auch wenn Kinderaugen Dinge etwas anders betrachten war ich am Ende etwas enttäuscht. Das Fläir welches dieser „Maade“ für mich ausmachte fand ich nicht. Waren wir zu früh? Kein Duft von Bratwurstständen, Popcorn oder dergleichen in der Luft, keine Geräusche, die auf einen Markt hinwiesen. Eigentlich alles wie ein normaler Alltag. Sicher ist man mittlerweile durch die vielen Marktbesuche, die man im Leben schon getätigt hat, ich nenn‘ es immer „verwöhnt“ und wie kann auch ein Haigerer Maade mit einem Wochenmarkt z.B. in Florenz mithalten. Zu vergleichen ist unfair, aber es fehlte mir eben diese „Aha“- Effekt.