Thüringen-Sachsen-Hessen-Tour 21.6. – 18.7.2015

 1. Stellplatz: Meura⇒ http://wohnwagen-reisetipps.de/?p=2917 

2. Stellplatz Ostritz⇒  siehe weiter unten ⇓

3. Stellplatz Moritzburg⇒http://wohnwagen-reisetipps.de/?p=3064

4.. Stellplatz Treffurt⇒http://wohnwagen-reisetipps.de/?p=1108

5. Vereinsgelände Sternwarte Stumpertenrod⇒siehe weiter unten ⇓

 

Am 21.6.2015 abends kamen wir in Meura an. Mehr dazu hier⇒ http://wohnwagen-reisetipps.de/?p=2917

Meura 037 Meura Fohlenschau 002

Wir blieben eine ganze Woche und es war wunderschön.

Da Hans unbedingt einmal nach Polen wollte, entschieden wir uns für einen Stellplatz in OstritzOberlausitz, nahe der polnischen Grenze. Die Hinfahrt war schon abenteuerlich und gepflastert mit Straßensperrungen und Umleitungen. Kurz nach unserem Start Richtung Autobahn Vollsperrung Pößneck. Der freundliche Helfer am Straßenrand überlies uns die Entscheidung. Drehen oder probieren, ob der Umzug eventuell schon vorbei und wir durchfahren können. Wir probierten und kamen durch, was wir da allerdings noch nicht wussten. Woher auch. Unwissend machten wir den Fehler einer Umleitung zu folgen die uns nicht Richtung Polen brachte sondern zurück nach Saalfeld. Umkehren war angesagt und nun hingen wir in Pößneck fest. Alle Straßen die uns das Navi vorschlug waren gesperrt. Nun kam uns ein freundlicher, kostümierter Mann zur Hilfe. Nachdem er uns den Weg erklärte fragte ich ihn, was sie denn heute in Pößneck feierten. Überall sah man Menschen in den schönsten Verkleidungen. Fast erstaunt über diese Frage, wie es sein kann, nicht wissen was los ist gab er mir die Antwort: Thüringentag Pößneck 2015. Meura liegt nicht wirklich weit entfernt und trotz lesen der Tageszeitung war diese Großveranstaltung nicht bis uns vorgedrungen. Fast schon peinlich 🙂 . Wir fanden die Autobahn und fuhren bis ca. 80 km vor Ostritz wieder runter um ein wenig die Landschaft zu erkunden. Eine Ausfahrt später genommen hätten wir eine weitere Vollsperrung vermeiden können. Diesmal etwas schlauer folgten wir nicht wieder der Umleitung in die Gegenrichtung und umgingen mit einigen mehr an Kilometern den Ort des Geschehens und befanden uns auf dem richtigen Weg. Wie so oft auch hier: „Oh, wie schön das ist.“ Wir fuhren durch Bautzen und mein Blick fiel links auf die Altstadt mit den vielen Türmchen.

Ortritz 130 Ortritz 132 Ortritz 136 Ortritz 137

Ein Blick nach links ⇓ .                                     Ein Blick nach rechts ⇓

Ortritz 138 Ortritz 139

Und jetzt die Türme, die auf den Fotos nicht das wiedergeben, was ich sah. Bessere Aufnahmen gelingen sicher direkt vor Ort. Ich fotografierte während der Fahrt.

Ortritz 140 Ortritz 141

Hmmmmm…….wenn ich mir die Fotos jetzt so betrachte nach dem Hochladen glaube ich fast, dass ich sie auf der Rückfahrt aufgenommen habe.

Glück im Unglück. Während wir, uns unterhaltend, durch Bautzen fuhren verlor ein Jugendlicher auf dem Fahrradweg fahrend im Gegenverkehr die Kontrolle über sein Rad und kollidierte mit einem Auto. Alles ging so schnell. Der Junge flog auf die Fahrbahn und wir, schon das Schlimmste vermutend, sahen wie er sofort wieder aufstand, sich sein Fahrrad nahm, es begutachtete und ziemlich ungläubig da stand. Er hatte einen Freund dabei und der beteiligte Autofahrer hatte auch angehalten. Wir fuhren weiter und es dauerte eine Weile bis wir den „Schrecken“ verdaut hatten. Der Junge hatte wirklich einen Schutzengel, zumal er keinen Helm trug. Das ereignete sich auf jeden Fall während der Rückfahrt.

Am frühen Abend erreichten wir den vermeintlichen Stellplatz in Ostritz, wo zwei Wohnmobile standen.

Öffentlicher Parkplatz Ostritz in der Nähe des Klosters.

Ortritz 003Ortritz 005  

Hans baute den Wohnwagen auf und ich erkundigte mit Murphy die Umgebung. Kurze Zeit später war ich, nicht gerade glücklich, wieder bei Hans. Alle Wege führten steil nach unten oder steil nach oben.

367388370371

Ich überlegte. Stand in der Platzbeschreibung nicht etwas von 300 Metern bis zum Kloster? Etwas später fuhren wir mit dem Auto hin und erfuhren, dass sich der eigentliche Stellplatz direkt in Klosternähe befindet. Ich sah auch einen ebenen Weg Richtung Wald, ideal für mich mit Hund zum Spazieren gehen. Und in der Klosterschenke mal gut Essen 🙂 .

Zurück beim Wohnwagen entschieden wir uns die Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen und morgen auf den Klosterstellplatz umzuziehen. Hans war mit Murphy unterwegs. Ich im Wohnwagen hörte plötzlich diese all zu bekannten Geräusche. „Unten im Tal fährt eine Bahn!“ schoss es mir durch den Kopf. Immer noch leicht traumatisiert vom Stellplatz Hamburg Süd wartete ich auf die Nächste. Hans mittlerweile wieder bei mir hatte es draußen natürlich auch gehört. Wir zählten vier Züge innerhalb einer Stunde. Zuviel für uns. Wir übernachteten im abgestellten Wohnwagen und wägten ab, welches die bessere Alternative sei. Öffentlicher Parkplatz direkt an einer sehr belebten Bundesstraße mit LKW-Verkehr und Bushaltestelle direkt mittig (ich selbst empfand es nicht sehr störend, diesmal Hans) oder der eigentliche Stellplatz mit vorbeifahrender Bahn. Die Polizei drei mal vorbeifahrend und sich an uns nicht störend entschieden wir da zu bleiben wo wir waren.

Ortritz 020Ortritz 024

Über uns die stark befahrene Straße und die nicht gerade leisen Busse.

Erwischt 🙂 .

 

Ostritz 018 Ostritz 019

Ostritz 021Ostritz 020

Ostritz 022 Ostritz 024

 

Einkaufen stand an. Hundefutter, Lebensmittel, Baumarkt. Internet fand alle Geschäfte im 18 km entfernten Görlitz. Ich war unruhig. Wohnwagen abgestellt in Grenznähe. Anderseits, Parkplatz war sehr belebt. Dennoch Erleichterung bei der Rückkehr alles so vorzufinden, wie es war. Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands ist wunderschön. Dabei sind wir nur durchgefahren. Ein erneuter Besuch mit Stadtbesichtigung sicher lohnenswert. In Görlitz beim toom-Baumarkt, Am Hopfenfeld 2 fanden wir Flaschengas. In der Reichenbacher Straße 19 bei Fressnapf Allergiefutter für Murphy. Hier gibt es auch einen Rewe und eine Apotheke.

Ortritz 001 Ortritz 002

Am nächsten Morgen brach Hans auf nach Polen. 7km hatte er zu fahren. Dennoch war er schneller zurück als erwartet. Es war so ganz anders als er es sich vorgestellt hatte. Die Zeiten des billigen Einkaufens scheinen vorbei zu sein. Immerhin, er hatte günstig getankt.

Nachmittags fuhren wir runter zum Kloster und liefen erst einmal den Weg entlang des Stellplatzes. Wir hörten die Bahn einige Male und sind uns immer noch nicht schlüssig, ob sie wirklich als sehr störend empfunden wird, abgeschirmt  von der Klostermauer. Denke, das muss der Einzelne für sich selbst herausfinden und entscheiden. Was noch zu erwähnen ist, es gibt weder Strom, noch Wasser und entsorgen kann man auch nicht. Der Weg entlang der Klostermauer lohnt sich. Man kommt direkt zur Neiße und erhält Einblick, auch im Kloster, wie hoch der Wasserstand bei den Hochwassern gewesen ist. Kaum vorstellbar. Mal vor, mal hinter dem Fluss befindet sich die polnische Grenze.

Hier nun der eigentliche Stellplatz für Wohnwagen und – mobile auf dem Besucherparkplatz des Klosters St. Marienthal in der Zittauer Straße. Fährt man vom öffentlichen Parkplatz runter ins Dorf Richtung Klosterschenke ist er gut zu erkennen.

Ortritz 025 Ortritz 027

Den Stellplatz verlassend links rum an der Klostermauer entlang Richtung Neiße.

335 338

345

Klosterbrücke     ⇑           ⇑              ⇑

Die Klosterbrücke war eine wichtige Verbindung zwischen Marienthal und Rusdorf. Jenseits der Neiße besaß das Kloster Deiche, Felder und wirtschaftliche Gebäude. Die Schulkinder aus der  ehemaligen Gemeinde Klosterfreiheit gingen zur evangelischen Schule in Rusdorf. Die Klosterbrücke wurde mehrmals durch Neißehochwasser zerstört. bei dem letzten schweren Hochwassers des vergangenen Jahrhunderts 1897 wurde die Brücke erneut mit samt der Brückenfigur fortgerissen. Das Standbild des heiligen Nepomuks wurde erst drei Jahre später im Neißesand wiedergefunden und steht nun im Klosterhof. Nach einer Bauzeit von 2 Jahren wurde an gleicher Stelle eine Steinbogenbrücke errichtet, die 1945 kurz vor Kriegsende durch die deutsche Wehrmacht gesprengt wurde. Es ist geplant, hier wieder eine Fußgängerbrücke zu errichten. (Abschrift des obigen Schildes)

349

 

Gabi im Niemandsland 🙂 . Die Grenzen sind hier so fließend, dass Frau manchmal nicht wusste ob sie nun schon in Polen oder noch in Deutschland ist. Auch hier an der Neiße ist ein Hochwasser in diesen Ausmaßen von 2010 nicht vorstellbar.

344

Die Säule links zeigt die gemessenen Hochwasserstände

 

 

 

Nun zum Klosterstift St. Marienthal. Der erste Eindruck: Sehr gepflegt. Der zweite Eindruck: Zu pompös. Ich weiß, wie sehr das Kloster unter der Hochwasserkatastrophe gelitten hat und immer noch vieles im argen ist. Vielleicht bin ich einfach nur zu kritisch. Keine Ahnung. Für mich wirkt das Kloster nach außen hin nicht wie ein Kloster. So wie uns in Maria Laach ständig Mönche begegneten sahen wir keine einzige Nonne. Auch von dem Klosterladen war ich enttäuscht. Die Klosterkirche war nicht zugänglich. Abgeschlossen. Allerdings gibt es Wohnungen zu mieten und nicht einmal teuer. Da ich in Altenstadt schon einmal eine Anzeige mit „Wohnen auf dem Schloss“ gesehen hatte und ich Hans überhaupt nicht davon überzeugen konnte (ich fand es klasse) winkte ich ab. „Wenn nicht im Schloss, dann auch nicht im Kloster.“ 🙂 Natürlich fängt man an, darüber nachzudenken, zumal die Miete sehr günstig ist. Aber will man täglich all die Besucher etc. vor der Haustüre haben? Und da gibt es noch die Bahn. Und die steilen Wege. Meine Gedanken wandern zurück zum Schloss. Wenigstens hätten wir es uns einmal ansehen können @ Hans.

Eingangsbereich Kloster

Ortritz 030 Ortritz 031 Ortritz 036 Ortritz 037

Hier gibt es Wohnungen zu vermieten:

Ortritz 034 Ortritz 040

5 Zimmer 690,00€ warm ist nicht schlecht.

Klostergarten

Brav Gabi 🙂

275 276

Ich kam nicht umhin ein Scherflein beizutragen.

Ortritz 048 Ortritz 049

Feigenbaum und                                    Prozessionsschmuckpflanze

Ortritz 051 Ortritz 053

Baum des Lebens                                 Maulbeerbaum

Klosterkirche Ein wenig zu pompös für unseren Geschmack.

Ortritz 065314

Ortritz 075Ortritz 074

Wasserkraftnutzung

Ortritz 081 Ortritz 082

Dreifaltigkeitsbrunnen

Ortritz 093 Ortritz 092

Hochwasser 2010

Ortritz 069 Ortritz 070

Es ist nicht vorstellbar wie hoch das Wasser stand. Auf der Internet-Seite des Klosters gibt es einige Bilder zur Katastrophe.

Den hier kennen wir wohl alle 🙂 .

Ortritz 095 Ortritz 096

 

Abends ging es in die Klosterschenke. Internet erklärte mir, dass man Sche(ä)nke sowohl mit „e“ als auch mit „ä“ schreiben kann. Ich wurde bei der Schreibweise hier mit „e“ stutzig und schaute nach. Kannte es bisher nur mit „ä“ geschrieben.

Ortritz 097 Ortritz 100

 

Ich freute mich auf regionale Speisen. Die gab es nur mit Biersoße. Gabi mag keinen Alkohol im Essen. Sie mag überhaupt nichts alkoholisches, weder im Essen noch als Getränk. (Wäre ich nur mal so konsequent beim Rauchen.) Hans nahm Schweinebraten in Bier, Sauerkraut und Klöße, ich Tafelspitz in Meerettichsoße, Kartoffeln und einem kleinen Salat. Zuerst beinahe alleine kamen immer mehr Gäste. Vermutlich Seminarteilnehmer des Klosters. Eine einzige Bedienung die total überfordert war. Unser Essen kam zügig, war aber recht lieblos angerichtet. Es hat nicht schlecht geschmeckt, aber auch nicht gut. Die Portionen für Hans nicht ausreichend, für mich gerade so.  Wir hatten uns auch den verkehrten Tisch ausgesucht. Rundumblick, alle anderen waren sauber. Unserer voller Vogelkot, schnell einmal drüber gewischt und nur grob gereinigt. Hier wäre eine Spachtel angebracht gewesen.

Ortritz 106 Ortritz 107

„Mit oder ohne Rechnung“, fragte die Bedienung und bevor ich etwas sagen konnte, hatte Hans längst „ohne“ geantwortet, obwohl er weiß, dass ich für meine Berichte jedes kleinste Zipfelchen Papier aufhebe. Auf die Frage nach einer Quittung wurden wir mit dem Satz abgespeist: “ Die gibt es nicht, ich kann ihnen aber einen Flyer bringen. Dauert allerdings eine Weile. „Abgespeist“ und „Bedient“ verließen wir so schnell wir konnten das Restaurant. So behandelt man seine Gäste nicht. Wir sind besseres gewohnt. Fazit:  „Einmal und nie wieder.“

Abends entschlossen wir uns am nächsten Tag weiterzufahren. Unser Wasservorrat neigte sich dem Ende zu und ich fühlte mich immer noch nicht wohl in dieser Umgebung. Wir entschieden uns für den Stellplatz:

Moritzburg – Boxdorf. Ein Glückstreffer!!!

Mehr über Moritzburg und Stellplatz ⇒ http://wohnwagen-reisetipps.de/?p=3064

Den nächsten Platz hatten wir uns ausgesucht nicht weit von Moritzburg entfernt. Da aber kein Ende dieser extremen Hitze in den nächsten Tagen zu erwarten war und wir nicht wussten, was wir vorfinden, vielleicht auch ohne Bäume und Schatten, hatten wir nach den Strapazen und des kaum Schlaf finden nicht mehr die geringste Lust auf „Abenteuer“. Hans unterwegs ab und an sagend, er wäre zu Neumond gerne in Stumpertenrod guckte ich abends in den Atlas welcher Platz sich für uns anbot auf dem Weg nach Hessen. Treffurt kannten wir vom letzten Jahr. Wir standen schattig unter Bäumen. Hans war mehr als einverstanden, wir alle lechzten nach Schatten und angenehmeren Temperaturen. Nach ca. 5 Stunden Fahrt bei 34° C im Auto erreichten wir unser Ziel: Unter den Linden.

Mehr über Treffurt 2015 hier: http://wohnwagen-reisetipps.de/?p=1108

Wir blieben sieben Tage. Zum Wochenende wurde es sehr belebt und unruhig. Uns fiel der Abschied nicht schwer. Etwas mehr als 100 Kilometer die Autobahn vermeidend hatten wir nach einigen Umleitungen unser Ziel beinahe erreicht. Wir parkten erst einmal bei nah-kauf in Ulrichstein um uns für das Wochenende mit Lebensmitteln zu versorgen. Anschließend ging es über den Berg, durch das Dorf Stumpertenrod hin zum Sternenpark. Wir trafen Bekannte und Murphys Freundin vom letzten Jahr ist auch wieder da. Die beiden können den ganzen Tag frei auf dem Platz rumrennen. Wir gehen dennoch dreimal am Tag spazieren, damit er sein größeres Geschäft außerhalb des Geländes machen kann. Innerhalb muss nicht sein!

Stumpertenrod 004 Stumpertenrod 007

Murphy mit Freundin. Trotz uneingeschränkter Freiheit bleiben sie immer in der Nähe.

 

Stumpertenrod 012 Stumpertenrod 011

Es war schnell ein guter, gerader Platz gefunden und Hans baute auf. Eine Reisegruppe aus dem Westerwald besuchte die Sternwarte. Hans war bis kurz vor Mitternacht mit seinem Teleskop beschäftig. Leider war der Sternenhimmel nicht gut.

Stumpertenrod 013 Stumpertenrod 015

Haferfelder sehe ich fast überhaupt nicht mehr. Hier fand ich ein sehr großes Feld.

Stumpertenrod 016 Stumpertenrod 017 Stumpertenrod 019 Stumpertenrod 020

Sonntagsspaziergang um die Sternwarte herum. Mir ist aufgefallen, wie viele neue Windräder hinzugekommen sind. So wirklich gefällt es mir nicht. Armer Murphy. Er bekam schon wieder einen Stromschlag 🙁 . Hier werden die Maisfelder mit Elektrozaun gegen die Wildschweine geschützt. Wir müssen besser aufpassen und ihn an solchen Stellen anleinen.

Stumpertenrod 021 Stumpertenrod 023 Stumpertenrod 024 Stumpertenrod 027

Hier wollten wir hin. Zum Teich. Um Murphy schwimmen und abkühlen zu lassen. Es war wieder gut warm.

Stumpertenrod 025 Stumpertenrod 026

Es ist eine große Freude zu sehen, wie viel Spaß ihm das Schwimmen macht. Und das Wasser tut seiner Haut gut. Haben wir schon letztes Jahr an der Ost-Nordsee bemerkt. Er kratzt sich kaum noch. Leider mussten wir den Teich fluchtartig verlassen. Ein Schwarm Bremsen fiel über uns her und binnen kürzester Zeit fing es an mit der Juckerei. Selbst Murphy, klitschnass,  wurde nicht verschont. Wir gingen die Landtrasse zurück zum Platz.

Stumpertenrod 030Stumpertenrod 034

Blick von oben auf die Sternwarte                       Sternenwelt Feldatal.

Spätnachmittags fing es an zu regnen. Mal mehr, mal weniger. Es hat abgekühlt. Jetzt, so gegen 23.00 Uhr hat es aufgehört, der Himmel ist dennoch sehr bewölkt. Mit „Gucken“ wird es nichts heute Nacht. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind kaum besser. Wir lassen uns einfach überraschen.

Bin gerade mit Murphy zurückgekommen. So mit T-Shirt ist es noch recht frisch. Der Himmel ist wolkenbehangen und es sieht eher nach Regen als nach Sonne aus. Hans hat lange geschlafen. Noch einen Kaffee für ihn und anschließend geht es nach Ulrichstein zum Einkaufen. Wir haben weder Brot noch Brötchen. Alles über das Wochenende gegessen 🙂 . Gegen Mittag fing es an zu regnen und wir stellten fest: Typisches Astrowetter in Stumpertenrod 🙂 .

14.7.2015 Das typische Astrowetter ist uns erhalten geblieben. Heftige Regenschauer wechseln sich ab mit Nieselregen und kurzen, niederschlagsfreien Momenten. Zum Mittwoch hin soll es besser werden mit Temperaturen bis 31°. Zur Zeit sitze ich noch mit einem dickeren Langarmpullover im Wohnwagen.

Stumpertenrod 001 Stumpertenrod 002

Einkauf Ulrichstein am frühen Morgen.

Stumpertenrod 011 Stumpertenrod 017 Stumpertenrod 019 Stumpertenrod 024

Durch Stumpertenrod immer der Straße folgend erreicht man Ulrichstein. Blick auf Ulrichstein. Jakobimarkt, da wollen wir hin. Wir waren vor Jahren schon einmal dort und es hat uns sehr gut gefallen, gerade weil es ein „reiner Krämermarkt“ war und nicht von Schaustellern, Kirmes, Disco etc. vereinnahmt wurde. Nun habe ich auf dem Veranstaltungskalender genau dies gelesen. Hoffe, es ist getrennt vom eigentlichen Markt.

Rückweg durch Stumpertenrod

Stumpertenrod 029Stumpertenrod 028Stumpertenrod 030Stumpertenrod 032

Unten rechts Edeka. Den gab es schon bei unserem ersten Astro-Treffen vor über zwanzig Jahren. Fast Ortsende geht es links nach Unter-Seibernrod und zur Sternwarte.

Stumpertenrod 026

Was ist das?

Hans sah es schon bei der Hinfahrt nach Ulrichstein, auf der Rückfahrt hielt er Ortseingang Stumpertenrod an um sich das “ IrgendetwasmitWasser“ anzusehen. Wir wurden nicht schlau daraus und Hans bat eine Kirsche pflückende Frau auf der anderen Straßenseite um Aufklärung 🙂 . Ihre Antwort: “ Es ist für die Bauern, die die Wassertanks für ihre weidenden Kühe damit auffüllen. Und es wird auch für die Bewässerung der Gärten genutzt. Ob das neu ist? Wir sind früher so oft durch den Ort gefahren und es ist uns nie aufgefallen. Das Backhaus, in welchem vor Jahren noch Brot gebacken wurde und nachdem wir Ausschau gehalten haben, finden wir nicht. An einen Tierarzt im Ort kann ich mich noch erinnern.

Zwei Tage Regen und ich frage mich woher all die Stiche kommen, die ich habe. Es waren weder Bremsen noch Mücken unterwegs. Hans hat einen und ich mindestens zwanzig juckende, rote Stellen verteilt über den ganzen Körper. So war es schon immer, wenn Gabi in der Nähe ist braucht sich Hans wegen der Blutsauger keine Gedanken zu machen. Sie bevorzugen mich als Zapfstelle.

Hier nun das Backhaus. Wir haben heute im Dorf nachgefragt. So hatte ich es überhaupt nicht in Erinnerung.

Stumpertenrod 029 Stumpertenrod 030 Stumpertenrod 032 Stumpertenrod 033

Ich musste durch das Fenster fotografieren. Den Backofen kann man erkennen und auch das Reisig zur Befeuerung. Einmal haben wir Brot dort gekauft und es war sehr, sehr lecker. Ich meine, damals wurde an einem bestimmten Wochentag gebacken. Sollten wir noch einmal nachfragen. Neben dem Backhaus ist das ehemalige Wiegehaus, was aber nicht mehr benutzt wird. Denke ich. Bis auf einen kleinen Grill war der Raum leer.

Heute, am 15.7.2015 haben sich die Wolken größtenteils verzogen und die Sonne lässt die Temperaturen steigen. In der Frühe noch im Pullover beim Spaziergang mit Murphy geriet ich ins Schwitzen. Habe versucht, altbekannte Wege zu gehen. Das ist oft nicht mehr möglich. Viele dieser früheren Wege sind nun Teil der Äcker und somit bepflanzt worden.

Stumpertenrod 011 Stumpertenrod 012

Ich hasse Stacheldrahtzäune. Nicht nur, dass sich das Vieh daran verletzen kann, sondern auch das Wild. Als Kind habe ich erlebt, wie sich ein Pferd die ganze Brust aufgerissen hat und mit meinen Wölfen, genau hier in Stumpertenrod und genau an dieser Stelle ist mir meine Aislinn in vollem Galopp in so einen Draht hineingelaufen und Bedja hinterher. Sie konnte ich zurückrufen, Aislinn nicht. Sie rannte hinein, überschlug sich und stand wieder auf. Bei dieser Aktion riss der Zaun und ich stand starr vor Schreck am Waldesrand. Ich lief zu ihr hin, sie schien munter zu sein, untersuchte den ganzen Hund und fand außer ein paar Kratzern an der Pfote weiter nichts. Es hätte schlimm ausgehen können. Noch tragischer finde ich Stacheldraht der nicht sichtbar ist. Haben wir in Altenstadt. Nicht mehr genutzte Flächen, überwuchert, Pfosten verfault, teilweise nicht mehr vorhanden und Stacheldraht, der irgendwo liegt oder hängt.

Ich ging mit Murphy weiter und ließ ihn an der Leine. Keine weiteren Stromschläge an den Maisfeldern. Später dann Freilauf nach Kontrolle des Zaunes.

Stumpertenrod 017 Stumpertenrod 018

Der Himmel sieht vielversprechend aus. Blick auf die Sternwarte von Stumpertenrod her kommend.

Stumpertenrod 021 Stumpertenrod 027

Es ist sehr heiß geworden und die Bremsen fressen mich auf. Bin übersät mit juckenden Stichen. Schlafe seit zwei Tagen sehr schlecht. Hans wollte schon abbrechen, aber ich konnte ihn überreden, wenigstens noch 1-2 Tage zu bleiben. Er hatte ja so gut wie überhaupt noch keine Gelegenheit zum Beobachten. Erst von gestern auf heute war der Himmel gut. Zum Neumondtreffen hier in Stumpertenrod werde ich auf Hans Seite mehr schreiben. Diesen Morgen, 17.7.2015 geht wenigstens etwas Wind. Wir haben Beide überhaupt keine Erinnerungen daran jemals so viele Bremsen hier gehabt zu haben. Und wir waren oft in Stumpertenrod und nicht nur im Frühjahr, auch im Juli/August. Wir wundern uns schon ein wenig. Damals waren viele Kühe direkt am Platz. Jetzt nur Getreidefelder. Ob sie sich deshalb so auf uns Menschen stürzen? Genug von Blutsaugern. Ich habe Fotos :). Ganz früh morgens war ich mit Murphy unterwegs.

Stumpertenrod 001Stumpertenrod 008

Mein Faible für Disteln habe ich noch nicht erwähnt. In der Kindheit bei der Heuernte haben sie ganz schön gepiekt und damals habe ich sie sicher eher verflucht als gemocht. Das mit dem Mögen kam irgendwann später. Da wohnte ich schon in Frankfurt. Auf beiden Fotos entdeckte ich später Insekten. Dass sich dieser Spaziergang zu einer Schmetterlingsjagd entwickelte ahnte ich da noch nicht.

Zuerst wurde ich auf diesen Braunen hier aufmerksam. Schnell mal Google fragen ob er dort bekannt ist. Wow. Das ging schnell. Bei der Eingabe: „Brauner Falter mit Augen“ hatte ich gleich ein Foto. Ein Brauner Waldvogel ist es,  der zu den Edelfaltern zählt.

Stumpertenrod 015Stumpertenrod 016

Das zweite Objekt begegnete mir am Straßenrand. Es war schwierig. Den Hund an der Leine, von Bremsen ebenfalls genervt, ruhig zu halten und dann noch zoomen. Ein durch und durch wackeliges Unternehmen. In solchen Momenten wünsche ich mir eine Kamera die nicht so sensibel reagiert. Diese so halbwegs brauchbaren Bilder von einem Kleinen Fuchs entstanden.

Stumpertenrod 019 Stumpertenrod 021Das Schachbrett sah ich ebenfalls am Straßenrand. Fotos entstanden unter den gleichen Bedingungen wie bei dem Kleinen Fuchs.

Stumpertenrod 030 Stumpertenrod 031

Beim linken Foto hatte das Schachbrett einen blinden Passagier. Warum sich eine Fliege(?) dort niedergelassen hatte, keine Ahnung. Für mich sind dies einige der interessantesten Fotos. Nach dem Hochladen gibt es manchmal „Überraschungen“ 😀 .

Wieder auf dem Platz setze ich mich in die Wohnwagentür und unterhielt mich mit unserem Nachbarn. „Schau mal da!“ sagte er plötzlich. Ich drehte meinen Kopf nach links und sah doch tatsächlich einen Feldhasen wenige Meter von uns entfernt sitzen. Ganz leise flüstern zu Murphy:“ Auf in den Wohnwagen.“ Im gleichen Moment wo er nach innen sprang langte ich zu meinem Fotoapparat. All dies beobachtet vom Hasen schien es ihn nicht großartig zu stören. Ein erstes Bild entstand, dann hoppelte er weiter, blieb wieder sitzen. Die nächsten Fotos. Leider musste ich direkt in die Sonne fotografieren. Mich stört es nicht, da ich glücklich bin überhaupt einen Hasen vor die Kamera bekommen zu haben. Pech, dass ein anderer Besucher genau in diesem Augenblick zum Duschen ging. Das war Meister Lampe dann doch zu viel.

Hase Hase2 Hase1 Hase4

Auf der Suche nach Wasser.

Wir suchten nach einer Möglichkeit zum Schwimmen für Murphy, nachdem der Teich oberhalb vom Dorf durch die Bremsenplage kaum zugänglich war. Ich erinnerte mich etwas von einer Ohm-Quelle gelesen zu haben. So fuhren wir nach Ulrichstein. Ein Wegweiser links zeigt uns den Weg. Eine Loipe gibt es auch. Auf dem Schild  rechts geschichtliches zur Stadt.

Stumpertenrod 002 Stumpertenrod 001

Aber wo war das Wasser? Wenigstens einen Bach erwartend fanden wir nur einen kleinen Rinnsal.

Stumpertenrod 004Stumpertenrod 005

An der Quelle

Stumpertenrod 008 Stumpertenrod 007

Immerhin konnte Murphy seinen Durst löschen und sich die Pfoten abkühlen.

Stumpertenrod 015 Stumpertenrod 018

Auf dem Rückweg……..

Stumpertenrod 019 Stumpertenrod 026

……ein Teich. Und nein, Murphy ist nicht von Kopf bis Pfote nass 😀 .

Stumpertenrod 024 Stumpertenrod 027

18.7.2015 Wir haben kurzfristig entschieden, nach Altenstadt zurück fahren. Drei Tage wo ich mehr oder weniger von Bremsen aufgefressen wurde. Gestern habe ich mich geweigert, den Wohnwagen zu verlassen, obwohl es bei diesen Temperaturen kaum auszuhalten war. Mir ging es nicht alleine so. Selbst Murphy, der ansonsten immer unter dem Wohnwagen liegt wo es angenehm kühl ist, zog es vor, zu mir in den Wohnwagen zu flüchten, da die Biester auch ihn so drangsalierten. Kaum geschlafen die Nächte wurde ich heute morgen gegen 7.00 Uhr wach und wir hatten schon 25° im Wohnwagen. Ich bekam leichte Panik nicht zu wissen, wie ich diesen Tag überstehen sollte. Plötzlich sagte Hans: “ Wir brechen  ab.“ Ich mochte nicht. Hans war hier zum Sterne gucken und das wollte ich ihm nicht nehmen. Als er mir sagte, dass die Wetterprognose für die nächsten Nächte eher schlecht sind stimmte ich zu. Wieder zu Hause waren wir uns einig. Wir hatten genau das Richtige getan.

Resümee dieser vier Wochen: Es war schön, sehr schön und wir haben viel gesehen und erlebt. Alle Stellplätze die wir besuchten waren sauber, ruhig und gepflegt. Außer in Ostritz gab es gegen Gebühr Strom, Wasser und wir konnten entsorgen. Auch boten sich gute Spazierwege mit Hund. Wir blieben meist eine Woche und es kümmerte niemanden. Einige Wohnmobile standen schon länger auch ohne Probleme. An die polnische Grenze müssen wir nicht mehr, obwohl Bautzen und Görlitz sicher ihren Reiz haben. Wir würden dann lieber einen erneuten Besuch in Moritzburg verbunden mit einer Stadtbesichtigung Dresdens vorziehen. Gute Einkaufsmöglichkeiten fanden wir überall, genauso wie nette und hilfsbereite Menschen. Anstrengend war die extreme Hitze an einigen Tagen und die Bremsenplage in Stumpertenrod. Wir werden wohl unsere nächsten Aktivitäten wieder in das Frühjahr oder in den Herbst verlegen. Über mich habe ich erfahren, wie wohl ich mich „unter “ Pferden fühle und wie gut mir das tut. So wie in Meura als auch in Moritzburg habe ich das gespürt. Balsam für meine Seele 🙂 .

Sollte ich bei meiner nächsten Reiseplanung Irish-Wolfhound Züchter mit einbeziehen? Ob ich mich in Nähe dieser Hunde genau so wohl fühlen und meinen Wunsch auf einen Welpen oder Junghund vergessen würde?

Alle Angaben wie immer ohne Gewähr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.