Kurzgeschichten

 

 

24.6.2016. Nach dem ich mein geliebtes Handy in der Autotür eingeklemmt hatte, entschied ich mich zum Kauf eines Seniorenhandys. Im Internet fündig bestellte ich es und fand und finde es genau passend für mich. Nach dem auch meine Kamera nicht mehr wollte wie sie sollte investierte ich einen weiteren Teil meines Geburtstagsgeldes in eine Neue. Die wollte ich mir heute im MediaMarkt kaufen. Da es dort immer etwas problematisch mit Parkplätzen ist, war ausgemacht, dass ich in den Laden ging und Hans einen Parkplatz suchte. Nach meinem Kauf würde ich ihn anrufen, damit er mich abholt oder mir gegebenenfalls sagt, wo er mit dem Auto steht. Gesagt, getan. Ich fand meine Kamera sofort, bezahlte und nicht mehr als 10 Minuten später verließ ich den Markt, zückte mein Handy voller Freude über meine neue Kamera und mit dem Wissen, noch zum Kaufhof zu fahren um mir Stoff zu kaufen, was ich schon seit langem vorhatte. Nachrichten, Telefonbuch, Handy Hans. Ich drückte die passenden Tasten und…….mir wurde gesagt: Geben sie die Geheimzahl an. ???????. Ich versuchte es erneut. Mit dem gleichen Ergebnis: Falls sie die Geheimzahl nicht mehr wissen, drücken sie die 1. Wir senden in eine neue per SMS. Ich bekam sie und fand auch nach einiger Zeit ein Feld, in dem ich diese Zahl eingeben konnte. Dreimal versuchte ich es ohne Erfolg. Schon ein wenig in Panik nicht wirklich zu wissen, in welche Richtung ich gehen sollte um Hans zu suchen sprachen mich zwei junge Frauen, die wohl meine Not gespürt hatten, in Englisch an. Obwohl wir uns verstanden konnten auch sie mir nicht weiterhelfen. Auch nicht die nette Dame an der Kasse vom Markt in den ich zurück ging um mir dort helfen zu lassen. Sie zeigte aber auf einen jungen Verkäufer an den ich mich wenden sollte. Ihm klagte ich mein Anliegen und er fing an, an meinem Handy herum zu tippen. Plötzlich sagte er, da kommt ein Anruf und drückte mir mein Handy in die Hand. Es war Hans. Mir viel ein Stein vom Herzen. Wollte mich noch bedanken, aber der Verkäufer war nicht mehr da. Ich fand Hans und wir fuhren zum Kaufhof. Während ich meinen Stoff kaufte, versuchte sich Hans auch einmal, aber es funktionierte genau so wenig. Vielleicht war ich gesperrt nach dreimal falscher Eingabe der Geheimzahl? Wieder zu Hause rief Hans unseren Ältesten an und fragte nach. Nun, wie es sich herausstellte, und jetzt darf gelacht werden, hatte ich unter Handy Hans meine eigene Handynummer gespeichert. Sich selbst anrufen geht auch bei neuestem Stand der Technik einfach noch nicht 😀

 

28.12.2015 morgens um halb sieben wurde ich wach. Hans: „Was ist da an meinen Füßen?- Gabiiiiiiiiiiiiiiii……….! Der Huuuuuuuhuuuund.“ Ich aus dem Bett gesprungen, den Andy in den Flur befördert und schnell wieder unter die warme Decke. Keine zwei Minuten später. „Gabiiiiiiiiiiiiiiiii, der Huuuund ist schon wieder an meinen Füßen!“ Notgedrungen ein zweites Mal aus dem Bett gehüpft blieb ich wach bis zur Fütterung und dem Gassi gehen. Anschließend lief ich noch eine Runde mit Murphy. Schön, einen Welpen im Haus zu haben 😀 .

Nun doch eine Brille? November 2015

An für sich komme ich gut zurecht. Da ich keinen Führerschein habe und auch kein Fahrrad fahre habe ich bisher immer nur eine Brille gebraucht beim Besuch einer Veranstaltung oder eines Museums. Ich stellte Anfang des Jahres fest, dass meine Augen was Nähe betrifft, schlechter geworden sind und ging zum Augenarzt. So wie anfangs beschrieben war auch sein Kommentar: „Solange sie zurecht kommen in ihrem Alltag würde ich ihnen keine Brille empfehlen, da sich ihre Augen in die Ferne  verschlechtern würden.“ Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet, kann es aber nach Erklärung des Arztes nachvollziehen. Heute Nachmittag ging ich mit Murphy nach draußen und mir entgegen kommend eine alte Frau die ich überhaupt nicht einordnen konnte. Und wie ich nun einmal bin alle Menschen die mir begegnen zu grüßen tat ich es auch hier mit einem freundlichen Hallo. Kaum ausgesprochen kam die Erkenntnis. Ich hatte die Nachbarin gegrüßt, die zusammen mit ihrem Mann zu den Menschen gehören, die ich so, im negativen Sinne, vorher noch nie getroffen habe und die niemand braucht. Ganz laut, in der Hoffnung sie hört es, sagte ich zu Murphy: „Oh mein Gott, ich habe die ….. Frau …. gegrüßt. Jetzt brauche ich doch eine Brille!

 

Mit drei Männern durch Rom. September 2015

Schön war es und ich habe es sehr genossen. Fotografiert, mich unterhalten. Gestaunt. Bestaunt.Beobachtet. Betrachtet. Ich war entspannt und glücklich. Erst nach dem Hochladen der Bilder sah ich was mich zuerst ein wenig erschreckte und dann lächeln ließ. Gut, dass es mir nicht aufgefallen war. Ich hatte meine alten, ausgelatschten Sandalen an. Da ich mich kenne, hatte ich meine Männer extra gebeten, mich, bevor wir losgehen, daran zu erinnern, andere Schuhe anzuziehen. Was sie natürlich nicht taten. Später darauf angesprochen: Dann hat uns das wohl nicht gestört 😀 .

Morgens um sechs…..

schlafe ich tief und fest. Heute, den 9.11.2015 um viertel nach sechs dachte ich, ein UFO wäre gelandet. Wurde durch seltsame Töne wach. Ich registrierte, dass weder Fernseher noch Laptop an waren.  Halbwegs wach, sah ich ein seltsam blinkendes, bläuliches Licht im Flur. Ich schlich mich hin. Mir, seit vier Jahren in Rente, wurde schriftlich mitgeteilt, dass es Zeit wird, zur Arbeit zu gehen.  

Des Rätsels Lösung: Mein Töchterlein war abends vorher zu Besuch. Da , wie Leser wissen, ich mein Handy in der Autotür eingeklemmt hatte und dieses sich nun endgültig verabschiedete, brachte sie mir ihr altes Ipod mit, damit ich unterwegs telefonieren kann und erreichbar bin. Gespeichert ist noch ihr morgendlicher Weckruf.  😀

4.10.2015. Meine Mutter im Internet.

Meine Mutter hatte Geburtstag. Es war unklar, ob wir rechtzeitig aus Italien zurück sind und so rechnete sie nicht mit uns. Wir kamen einen Tag vorher an. Mit meiner Nichte ausgemacht fuhren wir nicht nach Weidelbach sondern direkt ins Restaurant in Haiger und überraschten sie. Begrüßung, Gratulation, essen. Danach kam ich mit ihr ins Gespräch. Zuerst wusste ich nicht so ganz was sie mir erzählen wollte, doch ich kam dahinter. Weidelbacher waren im Urlaub und dort wohl auf meiner Internet Seite gelandet. Sie entdeckten das Foto meiner Mutter und haben sie, wieder zu Hause, darüber informiert. Ich fand es lustig, hatte aber das Gefühl, das dies meiner Mutter nicht ganz so recht war. Wieder zu Hause nahm ich das Foto raus und beim nächsten Telefonat sagte ich es ihr, um sie zu beruhigen. Ihre Reaktion verwunderte mich dann doch, da sie sich noch nicht einmal gerne fotografieren lässt. „Doss hässt dau doch net gebrocht.“ Hmmmm……ob ich unseren Dialekt noch so ganz beherrsche? Egal. Sie hatte nichts dagegen und nun kann man sie wieder auf meiner Seite bewundern 🙂 .

 

Mein Afghane 😀

Heute, am 17.6.2015 einen ganz anderen Weg mit Murphy gegangen. Etwas nachteilig für ihn, da wir durch das Naturschutzgebiet rechts von Altenstadt Richtung Büdingen gingen und ich ihn angeleint lassen musste. Der Feldweg führte direkt die Nidder lang und ich entdeckte einen Anglerplatz. Sicher eine gute Stelle für Murphy sich etwas abzukühlen, doch irgendetwas passte ihm nicht. Trotz Stöckchen werfen und gutem Zuspruch konnte ich ihn nicht zu einem Bad überreden. Wir gingen weiter und welch’ eine Freude, ich sah einen Raubvogel auf einer Stromleitung sitzen. Endlich. Wie lange schon hatte ich auf diesen einen Moment gewartet. Ich nahm mir ausreichend Zeit…..alles richtig machen, Murphy ruhig halten. Es passte. Bis auf das Auto nicht, welches sich uns näherte. Zu nahe kam. Bevor ich auf den Auslöser drücken konnte flog mein Vogel weg. Dann eben nicht. Ich war stinkig. Schon das zweite gute Motiv versaut durch Autos die auf Feldwegen fahren. Laut vor mich hin meckernd zogen wir weiter. Wie schön, an der Brücke über die Nidder traf ich meinen Afghanen wieder.

Vorgeschichte. Bevor ich auf die andere Straßenseite komme muss ich eine Kreuzung überqueren. Die Ampel wie immer rot. Und sie bleibt lange rot. Und ich kann doch so schlecht so lange stehen. Außerhalb des Berufsverkehrs ist kaum was los auf den Straßen. Gucken, abschätzen und Gabi geht los. Sind Kinder anwesend natürlich nicht. Dieses Mal stand auf der anderen Seite ein sehr alter Mann mit Fahrrad. Er sprach mich gestikulierend mit unbekannten Worten und auf die rote Ampel zeigend an. Standardsatz in solchen Situationen: “Do you speak english?” “Afghane” antwortete er mir. Alles gut. Bis auf eine Fahrradfahrerin die meinte, sich einmischen zu müssen. “Er will ihnen nur mitteilen, dass es verboten ist, bei rot über die Straßen zu gehen.” Als ob ich das nicht selbst wüsste und außerdem, ich hatte “meinen! Afghanen sehr wohl verstanden. Da mir sympathisch wollte ich einfach nur noch ein wenig mit ihm reden, wenn auch kaum möglich. ´”Wenn ich bei rot über die Straße gehe und überfahren werde ist es meine eigene Schuld,” erwiderte ich der Fahrradtante. “Das heißt, es geht sie überhaupt nichts an.” Ich ging weiter und schimpfte, nicht gerade leise, vor mich hin. Über Altenstadt, über die Leute hier, über einfach alles was mir gerade so einfiel. Meine letzten Worte bevor ich mich wieder beruhigte: “Ich ziehe wieder nach Frankfurt.” Während des weiteren Spaziergangs musste ich plötzlich über mich selbst lachen. War das vorhin an der Ampel Zicke Gabi?

An der Brücke. Erneuter Versuch Wasserratte Murphy zum Baden zu animieren. Ich blickte hoch und sah Fahrrad nebst Afghanen auf mich zu radeln. Wir grüßten uns wie langjährige Bekannte. Er stieg vom Rad und kam zur Brücke. Seine Arme immer noch sehr aktiv und immer noch in fremder Sprache verstanden wir uns auch ohne Worte. Wir Beide erfreuten uns an dem schwimmenden Hund. Wir lachten und unsere Augen strahlten. Ich genoss den Augenblick und griff erst beim Zurückrufens des Hundes zum Fotoapparat.

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Lachend verabschiedeten wir uns. “Danke”, sagte er. “Danke”, sagte ich. Unsere Wege trennten sich. Er nach links, wir Richtung Gehöft. Wie einfach  “Verstehen” sein kann. Wie einfach, Menschen ein “Lächeln” in das Gesicht zu zaubern. Es brauchte nicht mehr als Hund Murphy und zwei Menschen, die sich auf einer Wellenlänge befinden.

Rechter Seite von uns befindet sich das Gehöft. Wir sahen noch Pferde und Störche. Diese Fotos findet man auf anderen Seiten.

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Hund und Pferde

Spaziergang entlang der Nidder. 17.6.2015. Rechts sah ich Pferde. Sie kamen auf uns zu und da ich nicht wusste, wie Murphy sich verhielt ließ ich ihn in einiger Entfernung unter dem Schatten eines Baumes hinlegen. Ich beobachtete ihn und rief ihn dann doch zu mir, da er kaum Interesse an den Pferden zeigte. Es war wohl eher umgekehrt.

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Murphy wurde es langweilig und er wälzte sich im Gras. Zuschauer vier Pferde :)

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Es war ein so schönes Bild. Alle Vier voll konzentriert auf Murphy schauend.AllerleiGetier 044AllerleiGetier 043

Hund und Katze

8.6.2015 Etwas angenehmere Temperaturen und mein Weg führte mich mal wieder in die Nidderauen. Ansonsten gehe ich bei Hitze nachmittags lieber durch den Wald. Für alles gewappnet und den Foto dabei gingen Murphy und ich auf Feldwegen entlang der Nidder. Über die Brücke und wieder nahe des Baches zurück. Wie wir bereits wissen, sieht Gabi so gut wie nichts in die Ferne, wurde aber auf etwas unförmig Braunes links in den gemähten Wiesen aufmerksam. Ich machte zwei Fotos um später am PC zu versuchen, herauszufinden, was da für mich nicht so ganz in das Grün passte. Die Letzten dieser Aufnahmen entpuppten sich später als Müll :) .Noch ganz in Gedanken bemerkte ich eine Bewegung des braunen “Etwas”. Ein Raubvogel? Wäre interessant, wo wir hier so viele davon haben und ich noch keinen Einzigen mit meiner Kamera erwischen konnte. Foto bereit betätigte ich den Zoom.

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Ah……eine Katze auf Mäusejagd. Ich rief Murphy, leinte ihn an und ging auf sie zu. Sie bemerkte uns und duckte sich ins Gras. Was mich sehr verwunderte war Murphy. Er schien sie überhaupt nicht wahr zu nehmen. Ihre Taktik, sich “unsichtbar” zu machen, funktionierte.

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Ich ging ganz nahe heran. Ihr wurde es zu viel. Sie bewegte sich. Nun bemerkte auch Murphy die Katze.

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Diese, unbeeindruckt machte sich groß und fauchte ihn an.

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Ich hielt den Hund zurück, noch ein paar Fotos und wir gingen unseren gewohnten Weg weiter und ließen die Katze Katze sein :) .

 

 

 

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